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Schulstreik: Demonstrieren für die Zukunft

Foto: Federico Gambarini/ dpa

Aufstand vor den Parlamenten Schüler streiken fürs Klima

"Wir können nicht für die Zukunft lernen, wenn wir keine haben": Von Kiel über Köln bis München haben Schüler den Unterricht geschwänzt. Sie wollen die Politiker in Katowice bewegen, mehr für den Klimaschutz zu tun.

In mehreren Städten Deutschlands haben Schüler den Unterricht geschwänzt, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Unter dem Motto "Wir streiken, bis ihr handelt!" gab es unter anderem in Köln, Hamburg, München, Aachen, Karlsruhe und Osnabrück Protestaktionen vor den Rathäusern.

In Berlin versammelten sich Dutzende Schüler vor dem Bundestag, in Schleswig-Holstein kamen mindestens 300 Schüler vor dem Landtag zusammen. "Es ergibt für uns keinen Sinn für die Zukunft zu lernen, wenn wir vielleicht keine haben", sagte ein Schüler.

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Ziel der Demonstrationen: Die Jugendlichen wollen die Vertreter des Uno-Klimagipfels im polnischen Katowice zu möglichst ehrgeizigen Beschlüssen bewegen. Auf der Konferenz geht es seit knapp zwei Wochen um die praktische Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

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Das Ziel: die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad reduzieren, möglichst 1,5 Grad - verglichen mit der vorindustriellen Zeit. Um das zu schaffen, müssten die Staaten allerdings zügig weit weniger Treibhausgase ausstoßen als bisher.

Umweltverbände unterstützten die Schüleraktionen, die auf eine Initiative der schwedischen Schülerin und Klima-Aktivistin Greta Thunberg zurückgehen.

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Die 15-Jährige hatte drei Wochen lang Tag für Tag die Schule geschwänzt, um vor dem Parlament in Stockholm zu demonstrieren. "Schulstreik für das Klima" stand auf ihrem Schild. Später kam sie nur noch freitags - und ist jetzt nicht mehr allein. Weltweit folgen Schüler ihrem Beispiel.

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Schulstreik: Demonstrieren für die Zukunft

Foto: Federico Gambarini/ dpa

Bei den Protesten in Berlin forderten Teilnehmer auch, schnell aus der Kohle auszusteigen und den Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen zu erhalten. "Ein schneller und sozialverträglicher Kohleausstieg ist machbar", sagte Frauke Gehrau von der Naturfreundejugend Deutschlands. Einen "Einstieg in den strukturierten Kohleausstieg, und zwar heute", verlangte auch Lisa Storcks von der WWF-Jugend.

sun/fok/AFP/dpa