Ausbildungskosten So viel kostet ein Schüler im Jahr

6700 Euro zahlt Deutschland pro Jahr für jedes Schulkind. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Schüler in Brandenburg

Schüler in Brandenburg

Foto: Patrick Pleul/ dpa

Die Ausbildung jedes Schülers in Deutschland kostet im Schnitt 6700 Euro pro Jahr. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes  hervor, die sich auf das Jahr 2014 beziehen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausbildungskosten damit um 300 Euro pro Jahr und Schüler gestiegen. 2005 lag die Durchschnittssumme noch bei 4900 Euro.

Die höchsten Ausgaben pro Schüler und Jahr hatten 2014 die Stadtstaaten Berlin und Hamburg (je 8500 Euro). Am niedrigsten war die Summe in Schleswig-Holstein (5800 Euro) und Nordrhein-Westfalen (5900 Euro). Bei den Angaben handelt es sich ausschließlich um Ausgaben für öffentliche Schulen.

Die großen Schwankungen zwischen den einzelnen Bundesländern ergeben sich unter anderem durch:

  • Schüler-Lehrer-Relationen bzw. Klassengrößen
  • Pflichtstundenzahlen und Besoldungsstrukturen der Lehrer
  • Verbreitung und Intensität der Ganztagsbetreuung
  • Ausgestaltung der Lernmittelfreiheit
  • Bewirtschaftung der Schulgebäude

Der größte Ausgabenposten sind mit Abstand die Personalkosten. Auf den Bundesdurchschnitt gerechnet wurden dafür pro Schüler 5500 Euro ausgegeben, die Kosten für Lehrmittel und den Erhalt des Schulgebäudes werden im Schnitt mit 900 Euro beziffert. Auch diese Ausgaben variieren stark nach Bundesland: In Bayern wurden 2014 pro Schüler allein 900 Euro in Schulgebäude und andere Sachgüter investiert, in Nordrhein-Westfalen nur 100 Euro.

Vergleicht man die einzelnen Schulformen, so fallen bei Grundschulen die geringsten Kosten an (durchschnittlich 5900 Euro pro Schüler). Realschulen liegen bei 6200 Euro, Gymnasien und integrierte Gesamtschulen jeweils bei 7800 Euro, und Hauptschulen kosten die Länder im Durchschnitt 8700 Euro pro Schüler und Jahr.

vet/dpa
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