Absage aus NRW Schulministerin gegen neuen Sommerferien-Zeitplan

Die Sommerferien sollen bleiben, wie sie sind, findet die NRW-Schulministerin und KMK-Vorsitzende Sylvia Löhrmann. Kein Land habe ein Interesse, die großen Ferien bis in die zweite Septemberhälfte auszudehnen.
Absage von Sylvia Löhrmann (Grüne): Ende September ist kein Sommer mehr

Absage von Sylvia Löhrmann (Grüne): Ende September ist kein Sommer mehr

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Nordrhrein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) sieht keinen Spielraum, den Zeitkorridor für die Sommerferien in Deutschland zu verändern.

"Tatsächlich sind bereits aus pädagogischen Gründen die Möglichkeiten ausgeschöpft, den Zeitraum für die Sommerferien zu verändern", erklärte die derzeitige Präsidentin der Kultusministerkonferenz in einer schriftlichen Stellungnahme an den Schulausschuss des Landtags.

Löhrmann: Allein die Kultusminister entscheiden

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte die Kultusminister im März gebeten, einen 90-Tage-Gesamtzeitraum zwischen Mitte Juni und Mitte September weit möglichst auszuschöpfen. Die Wirtschaftsminister wollen mit einem breiteren Ferienkorridor der Tourismuswirtschaft entgegenkommen und Verkehrsengpässe entzerren. Der Streit zwischen Kultus- und Wirtschaftsministern über eine optimale Ferienregelung schwelt seit Jahren.

Es sei nicht vertretbar, schon Mitte Juni mit den Ferien zu beginnen, weil zentrale Prüfungen dann nicht mehr ordnungsgemäß organisiert werden könnten, erläuterte Löhrmann. Bei einem späteren Ende könne von Sommerferien nicht mehr gesprochen werden. Kein Land sei bereit, das Ferienende um den 20. September zu terminieren.

Der Beschluss der Ministerpräsidenten stelle nicht infrage, "dass allein die Kultusministerkonferenz über die Sommerferien entscheidet", bekräftigte Löhrmann. Vorrang vor touristischen Wünschen hätten pädagogische und schulorganisatorische Erwägungen.

cht/dpa
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