Fotostrecke

Steinbrück im Schüler-Interview: Ich konnte garstig sein

Foto: Maurice Weiss/ OSTKREUZ/ DER SPIEGEL

Steinbrück im Dein-SPIEGEL-Interview "Ich war zu störrisch"

Als Schüler hatte SPD-Politiker Peer Steinbrück keine Lust aufs Französischlernen, und bei Niederlagen konnte er "garstig" werden. Heute könne er gut verlieren, versichert der SPD-Kanzlerkandidat im Dein-SPIEGEL-Interview. Für die Bundestagswahl hofft er auf "eine ganz gute Klassenarbeit".

Hamburg/Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bereut, dass er sich als Schüler ums Lernen gedrückt hat. Wegen schlechter Noten in Mathe, Griechisch und Latein habe er die achte und neunte Klasse wiederholen müssen, sagte er dem Nachrichten-Magazin für Kinder "Dein SPIEGEL".

"Ich bin sitzengeblieben, weil ich die Angebote der Schule nicht angenommen habe", erzählte er den Nachwuchsreportern Tony, 12, und Marina, 10. Auch um Steinbrücks Französischkenntnisse stand es schlecht: "Ich war zu störrisch, in Französisch Vokabeln und Grammatik zu lernen." Deshalb könne er die Sprache heute nicht so gut: "Das finde ich blöd."

Fotostrecke

Prominente Sitzenbleiber: "Jahre der Unlust, der Einförmigkeit"

Foto: Maurizio Gambarini/ dpa

Als Kind sei er ein schlechter Verlierer gewesen: "Ich wurde manchmal garstig, wenn Freunde beim Spielen gewannen." Damals habe ihm seine Großmutter immer gesagt, dass man gut verlieren können müsse. Das sei eine Frage des Anstands. "Das habe ich mir gemerkt." Heute könne er mit Niederlagen aber gut umgehen.

Die schlechten Umfragewerte für seine Partei interessierten ihn nicht mehr, behauptete Steinbrück: "Das ist so, als ob dir jemand in der Schule immer wieder sagen würde, dass du schlecht bist - und am Ende schreibst du doch eine ganz gute Klassenarbeit."

"Dein SPIEGEL" richtet sich an 8- bis 13-jährige Leser und behandelt altersgerecht aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft, Technik und Kultur. Jeden Monat interviewen Kinder Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.