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29. Mai 2019, 18:55 Uhr

Studie der TU Chemnitz

Mädchen und Frauen in der Mehrheit bei "Fridays for Future"

Jung, weiblich, zum ersten Mal politisch aktiv: Eine Studie zeigt, wer bei den weltweiten "Fridays for Future"-Demonstrationen auf die Straßen gegangen ist.

Vor allem Mädchen und Frauen protestieren für mehr Klimaschutz: Beim ersten, weltweiten Klimastreik am 15. März waren bis zu 70 Prozent der rund 1,6 Millionen Teilnehmer weiblich. Das hat eine Studie der TU Chemnitz in Kooperation mit einem internationalen Netzwerk von Wissenschaftlern herausgefunden. Insgesamt wurden Demonstrantinnen und Demonstranten in neun Ländern befragt. In Städten wie Amsterdam, Florenz oder Wien sei der Frauenanteil am höchsten gewesen.

Der Projektleiter der Studie, Piotr Kocyba, führt den hohen Frauenanteil auf die überwiegend weiblichen Führungsfiguren wie die schwedische Initiatorin Greta Thunberg zurück: "Bisherige Demonstrationsbefragungen zeigen ein eher ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern, wobei feministische Demonstrationen überwiegend Frauen und rechte Demonstrationen überwiegend Männer anziehen", erklärte Kocyba in einer Pressemitteilung.

Aber auch Männer scheint Greta Thunberg zu inspirieren: 44 Prozent der Schülerinnen und Schüler gaben an, dass die schwedische Aktivistin sie zur Teilnahme an den Protestesten motivierte.

Außerdem haben sich der Studie zufolge knapp 35 Prozent der Schülerinnen und Schüler Mitte März zum ersten Mal an einer Demonstration beteiligt. Die meisten der Protestierenden seien keine Mitglieder von Umweltorganisation oder unterstützten sie finanziell. Im Vergleich: Rund 42 Prozent der erwachsenen Demonstrierenden gaben an, sich in einer Umweltorganisation zu engagieren.

Für die Studie wurden mehr als 10.000 Teilnehmerbefragungen und 2000 ausgefüllte Fragebögen ausgewertet. Das Durchschnittsalter der Befragten betrug 21 Jahre, sie waren zwischen 14 und 40 Jahren alt. Die Ergebnisse der zweiten, weltweiten Demonstrationen, die am Freitag vor den Europawahlen stattfanden, stehen noch aus.

faq/dpa

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