Konfliktländer Jedes dritte Kind kann nicht zur Schule

Ihre Schulen werden beschädigt, zerstört oder sogar gezielt angegriffen: Wenn der Unterricht wegen Krieg ausfällt, werden Kinder laut einem Unicef-Bericht doppelt gestraft.

Kind im westafrikanischen Sierra Leone
REUTERS

Kind im westafrikanischen Sierra Leone


Etwa 104 Millionen Kinder können nicht zur Schule gehen, weil in ihrem Land Krieg herrscht. Jedes dritte Kind zwischen 5 und 17 Jahren in Krisen- oder Konfliktgebieten ist laut einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef betroffen. "Kurzfristig werden ihre Schulen beschädigt, zerstört, vom Militär besetzt oder sogar gezielt angegriffen", sagte Unicef-Direktorin Henrietta Fore.

Die verlorenen Unterrichtsjahre ließen sich nur selten aufholen. "Langfristig sind sie und die Länder, in denen sie leben, wiederkehrenden Armutszyklen ausgesetzt", so Fore.

Kinder auf dem afrikanischen Kontinent seien am schlimmsten betroffen: Alle Länder der ersten zehn Plätze liegen in Afrika. Niger, die Zentralafrikanische Republik, der Südsudan und Eritrea führen die Liste an.

Für Mädchen ist die Lage oft besonders schlimm: In Afghanistan etwa besuchen laut einem Bericht von Human Rights Watch zwei Drittel der Mädchen keine Schule.

Wie der Schulalltag im Krieg aussieht, berichteten syrische Lehrer vor zwei Jahren auf SPIEGEL ONLINE.

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Save the Children

lmd/dpa



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