Teenie-Metal-Band US-Gericht entscheidet über Millionen-Plattendeal

Sie sind noch keine 14 Jahre alt, wollten aber einen 1,7 Millionen Dollar schweren Plattenvertrag unterzeichnen. Das mussten sich die Jungs von der Heavy-Metal-Band Unlocking the Truth erst von einem US-Gericht erlauben lassen.

Gitarrist Malcolm, Bassist Alec und Schlagzeuger Jarad (v.l.): "Gebt euer Geld sinnvoll aus, keine Porsches"
AP/dpa

Gitarrist Malcolm, Bassist Alec und Schlagzeuger Jarad (v.l.): "Gebt euer Geld sinnvoll aus, keine Porsches"


Drei junge Heavy-Metal-Musiker aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn haben einen Plattenvertrag im Gesamtwert von 1,7 Millionen Dollar bei Sony abgeschlossen. Zuvor mussten sich der 13 Jahre alte Gitarrist Malcolm Brickhouse, der gleichaltrige Bassist Alec Atkins und ihr 12 Jahre alter Schlagzeuger Jarad Dawkins aber noch von einer Richterin in Manhattan belehren lassen.

"Gebt euer Geld sinnvoll aus", hat Carold Edmead den jungen Bandmitgliedern von Unlocking the Truth laut einem Bericht der "Daily Mail" gesagt: "Keine Porsches."

Die Teenies brauchten für die Offerte der Cherry Group, einer Tochterfirma von Sony, die Genehmigung des Gerichts: Schließlich sind sie noch Minderjährig. Die Richterin stimmte dem Deal nach Befragung der Eltern zu. Das Geld der Kinder fließt dem Bericht zufolge zunächst auf ein Treuhandkonto.

Wie viel sie tatsächlich verdienen, hängt aber vom Erfolg der Band ab: Nur wenn sich die erste Platte gut verkauft, gibt es eine zweite. Und eine dritte. Insgesamt hat sich Sony die Option auf sechs Platten gesichert.

Die Jungs sind von ihrem Erfolg überzeugt. "Wir wollen eine der größten Heavy-Metal-Bands werden", sagt Bassist Alec selbstbewusst. Die Grundlage dafür ist bereits gelegt. Die zwei Jahre alte Band spielte schon als Vorgruppe von Guns N 'Roses. Und beim Heavy Montreal Festival werden sie sich die Bühne mit Metallica und Slayer teilen.

Zum neuen Schuljahr müssen die Teenies aber wieder in Brooklyn sein. Dann kommen sie in die achte Klasse.

sun/AP

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insgesamt 14 Beiträge
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schmusel 24.07.2014
1. Ist ok
Das sind wenigstens echte Musiker und nicht Eintagsfliegen aus der Castingshow-Konserve.
Alternator 24.07.2014
2. Endlich mal echter Black Metal!
Dann werdet mal Virtuose auf Euren Instrumenten, und lasst uns staunen! \m/
memphisman 24.07.2014
3. Alles Gute für die drei!
Sie haben es jetzt in der Hand. Viel Erfolg, Jungs und bleibt bodenständig!
malte.b 24.07.2014
4. fortschrittlich
Jede Ami-Band, die es schafft, sich von Rap oder HipHop loszusagen, hat eine Chance bei den Plattenfirmen verdient - egal wie alt die Mitglieder sind.
jagenauundso 24.07.2014
5. Puh
Vermutlich wird Sony schon mit der ersten Platte genug Kohle scheffeln, denn Bands mit sehr minderjährigen Mitgliedern verkaufen sich normalerweise gut, wenn sie entsprechend vermarktet werden. Die Popgeschichte hat aber schon viele schlimme Geschichten geschrieben über Kinder und Jugendliche, die mit dem Ruhm nicht klar kamen, oder mit dem Druck, oder deren Sternchen schnell verglühten, oder die wegen merkwürdigen Verträgen unterm Strich wenig von ihrem Erfolg hatten. Insofern beäuge ich sowas sehr argwöhnisch. Völlig unabhängig vom Können der Kinder oder was für Musik sie machen. Profimusik ist ein Höllenkäfig und keinesfalls eine rosa Wolke.
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