Texas Lehrerin verleiht "Terror-Urkunde" an Siebtklässlerin

In der US-Stadt Houston hat eine Lehrerin ihre Schüler gegen sich aufgebracht. Grund ist eine Reihe fragwürdiger Auszeichnungen.


Die Urkunden sind mit Sorgfalt verziert: Sternchen und Kringel, dazu ein Bild vom Schul-Maskottchen. Doch die Schriftzüge in der Mitte, aus denen hervorgeht, wofür die Schüler ausgezeichnet werden, haben es in sich.

Eine Lehrerin in der texanischen Stadt Houston hat mit einer Reihe geschmackloser Urkunden für ihre Schüler für einen Skandal gesorgt. Das berichtet der US-Sender CNN.

"Most likely to become a Terrorist", heißt auf einer der Auszeichnungen, sinngemäß übersetzt: "Hat die besten Aussichten, Terrorist zu werden." Und das ist bei weitem nicht die einzige fragwürdige Auszeichnung, die die Lehrerin an verschiedene Schüler der siebten Klasse, die sie unterrichtet verlieh.

"Most likely to blend in with white people" ("Die beste Perspektive, sich Weißen anzupassen"), hieß auf einer Urkunde, die einer anderen Schülerin verliehen wurde. Eine dritte Auszeichnung lautet: "Hat die besten Aussichten, obdachlos in Guatemala zu sein."

Die Lehrerin habe den Schülern gesagt, dass die Botschaften lustig sein sollten, aber möglicherweise auch die Gefühle einiger verletzen könnten, sagte Lizeth V., die Empfängerin der "Terror-Urkunde". "Es war aber kein Witz", sagte sie weiter. "Ich fühlte mich in dem Klassenzimmer nicht wohl."

Es war offenbar nicht das erste Mal, das die Lehrerin auffällig wurde. Einer anderen Schülerin soll die Lehrerin, eine Afroamerikanerin, ein "Schwarzen-Quiz" überreicht haben. Mit diesem sollte die Schülerin ermitteln, "wie schwarz sie ist".

In einer Mitteilung entschuldigte sich die Schulverwaltung und kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. Den Namen der Lehrerin gab sie nicht bekannt.

asa



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.