Fotostrecke

Ausgezeichnet: Dialog statt Gewalt

Foto: Kamran Jebreili/ AP

Internationaler Wettbewerb Palästinenserin wird zur weltbesten Lehrerin gekürt

Die palästinensische Pädagogin Hanan al-Hrub ist als beste Lehrerin der Welt ausgezeichnet worden. Das Preisgeld von einer Million Dollar will sie in ihre Erziehungsarbeit investieren.

Hanan al-Hrub arbeitet als palästinensische Lehrerin in Bethlehem, sie ist eine von vielen. Doch offenbar macht sie ihren Job besonders gut, denn nun wurde sie zur "weltbesten Lehrerin" gekürt. Mit dem Titel geht ein Preisgeld von einer Million US-Dollar einher.

Die Pädagogin wurde von der gemeinnützigen Varkey Stiftung mit Sitz in London ausgezeichnet, Schirmherr der Verleihung ist Mohammed al-Maktum, Vize-Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate und Emir von Dubai. Das Herrscherhaus des Golfemirats unterstützt den renommierten Preis, der im vergangenen Jahr zum ersten Mal verliehen worden ist, gemeinsam mit Persönlichkeiten wie Prinz William, US-Vizepräsident Joe Biden, Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon oder US-Schauspieler Kevin Spacey.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Per Videobotschaft gab Papst Franziskus die diesjährige Gewinnerin bekannt. Er lobte al-Hrubs Ansatz, in einer Videobotschaft sagte er: "Ein Kind hat das Recht zu spielen. Und indem das Spielen ein Teil der Erziehung ist, lernt es, ein soziales Wesen zu werden, das Freude am Leben hat."

In einer emotionalen Dankesrede sagte die Lehrerin, es sei immer besser, Dialoge zu führen, als Gewalt auszuüben. Al-Hrub wuchs in dem palästinensischen Flüchtlingslager Dheischeh  am Stadtrand von Bethlehem auf. Dort sei sie regelmäßig Gewalt ausgesetzt gewesen. Als Lehrende versuche sie deshalb, einen gewaltlosen Umgang mit Respekt und gegenseitigem Vertrauen zwischen den Kindern aufzubauen. Das Preisgeld wolle sie für ihre Erziehungsarbeit einsetzen.

asc/dpa/afp