Wettschuld eingelöst Direktor küsst Schülern die Füße

Hätten die Lehrer das Volleyballspiel besser gewonnen: Für den Fall einer Niederlage hatte der Direktor einer US-Schule den Gegnern zugesagt, ihnen die Füße zu küssen. Die Schüler waren stärker, der Schulleiter hielt sein Versprechen - und ist nun seinen Job los.


Der 49-jährige Schulleiter Robert Holloway hatte dem katholischen Pfarrer und der örtlichen Polizei von Lorain nahe Cleveland, Ohio, gestanden, Ende Februar 50 Mal die Füße von drei 14-jährigen Jungen geküsst zu haben. Dies habe er zuvor versprochen, für den Fall, dass die Lehrer der St. Anthony of Padua School ein Volleyballspiel gegen die Schülermannschaft verlieren sollten. Außerdem habe er gemäß der vereinbarten Wettschuld jedem der Schüler 15 Dollar gezahlt.

Ungewöhnlich: Fußkuss als Wettschuld
DPA

Ungewöhnlich: Fußkuss als Wettschuld

Als einer der Jungen seiner Mutter von der Wette berichtete, schaltete diese aufgrund der Sorge um einen sexuellen Hintergrund die Behörden ein. Nun ist der Schulleiter zurückgetreten, nachdem er zuvor suspendiert worden war.

"Er begreift, dass das, was er getan hat, dumm war", sagte ein ermittelnder Polizist nach der Vernehmung Holloways der Lokalzeitung "Morning Journal". Der Schulleiter habe die Jungen nur zum Lachen bringen wollen, einen Fußfetisch besitze er nach eigener Aussage nicht.

Auch die beteiligten Schüler sagten aus, dass sie sich durch die Handlung des Direktors nicht sexuell belästigt gefühlt hätten. Vielmehr hätten sie den Eindruck gehabt, der Direktor habe das Einlösen der Wettschuld so schnell wie möglich hinter sich bringen wollen. Weil keine Hinweise auf ein Sexualdelikt vorliegen, hat die Polizei die Ermittlungen mittlerweile eingestellt.

ank



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.