Flüchtlinge im Unterricht Aufgefangen, durchgehangen

Flüchtlingskinder haben das Recht, eine Schule zu besuchen. Doch es ist oft nicht leicht, sie in den Unterricht zu integrieren. Zwei Lehrerinnen erzählen, wie es gut laufen kann - und schlecht.
Vorbereitungsklasse in Stuttgart: Bald fit für den normalen Unterricht

Vorbereitungsklasse in Stuttgart: Bald fit für den normalen Unterricht

Foto: Wolfram Kastl/ picture alliance / dpa

Sie haben den Kopf oft voller grausamer Bilder von Gewalt und Flucht. Und voller Fragen: Wo bin ich gelandet? Wie geht es mit mir weiter?

Manche können weder lesen noch schreiben. Oder nur in einer anderen Schrift. Und nun sollen sie in diesem fremden Land, dessen Sprache sie nicht sprechen, zur Schule gehen. Flüchtlingskinder in den Unterricht einzubinden, ist für alle eine Herausforderung.

Viele Schulen sind gut vorbereitet auf ausländische Kinder: mit Vorbereitungsklassen oder Sprachlernklassen, mal schulintern, mal schulübergreifend. Manche nehmen seit vielen Jahren Flüchtlinge auf.

Doch auch dort, wo die Integration gut funktioniert, stoßen Lehrer, Rektoren, Schulämter inzwischen an ihre Grenzen. Denn die Zahl der Flüchtlinge, die monatlich nach Deutschland kommen, ist auf einen neuen Höchststand geklettert. Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Marlies Tepe, forderte deshalb: "Die Länder müssen dringend mehr Lehrerinnen und Lehrer fortbilden in Deutsch als Zweitsprache und in interkultureller Bildung."

In allen Bundesländern haben Flüchtlingskinder generell das Recht, die Schule zu besuchen. Die Schulämter verteilen die Kinder in der Regel auf die Schulen, sobald diese die Notunterkunft verlassen haben und einer Kommune zugewiesen wurden.

Hier erzählen zwei Lehrerinnen, was danach kommt - im guten und im schlechten Fall:

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