"Wie werde ich..." Judith Holofernes, Popstar und Klassenclown

In der Schule war sie Klassenbeste und Witzfigur zugleich. Heute ist Judith Holofernes, 30, Frontfrau der Band "Wir sind Helden". Im neuen SchulSPIEGEL-Fragebogen verrät sie, warum sie beinahe Nonne geworden wäre und womit sie nette junge Belgier beeindruckt.


DDP

Judith Holofernes ist heute Sängerin, ... weil man sie lässt.

Wäre sie nicht Sängerin geworden, ... hätte sie sich eine andere brotlose Kunst ausgesucht, zum Beispiel Schriftstellerin oder Nonne.

In der Schule war sie ... eine Mischung aus Klassenbester und Klassenclown. Zweiteres, um Ersteres zu kompensieren.

Ihre Mitschüler haben sie deshalb ... geduldet.

Dass sie Musikerin werden will, wusste sie, als ... sie mit acht Jahren die Plattensammlung ihrer Mutter entdeckte und monatelang unterschiedslos die Platten von Nana Mouskouri, The Who und Francoise Hardy rauf- und runterdudelte.


Judith Holofernes war sich nie zu schade für ... einen Witz über ein langnasiges Tier.

Würde aber nie ... die Qualität eines Tieres allein über dessen Nasenlänge definieren.

Der entscheidende Moment ihrer Karriere war, ... als sie das erste Mal an einem Lagerfeuer "Leaving on a Jetplane" spielte - und in den Augen des nettesten jungen Belgiers plötzlich so was wie Verehrung aufleuchtete.

Folgenden Menschen verdankt Judith Holofernes am meisten: Mama, Papa, Pola, Friedrich, Jean, Mark. Und dem Buddha.

Judith Holofernes wollte immer so sein wie ... Buddy Holly. Oder Elvis Costello, in der Zeit, als er sein wollte wie Buddy Holly.


Der schönste Tag ihres Lebens war, ... als ihr Sohn geboren wurde. Die zweite Tageshälfte.

Ihr größter Fehler war, ... in einem Interview anzugeben, sie hätte eigentlich noch keine wirklich dramatischen Fehler in ihrem Leben gemacht. Die Rache des Universums war fürchterlich.

Sich selbst findet sie ... oft interessant, so wie man ein komisches Insekt oder das Balzverhalten seltener Tierarten interessant findet.

Der nächsten Judith Holofernes wünscht Judith Holofernes ... weniger Allergien und einen Hund.

Könnte sie ihr Leben noch einmal leben, ... dann würde sie sich viel weniger Sorgen machen.


Aufgezeichnet von David Scherf



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