StudiVZ und die Rivalen Hoffnung auf das große Geld

Der Web 2.0-Hype machte die Gründer der Community StudiVZ reich. Ist der große Kuchen verteilt, und für die anderen Studenten-Netzwerke bleiben nur Krümel? Manche hoffen noch, ebenfalls zu Millionären zu werden.


Der Deal weckt Phantasien: Nachdem der Holtzbrinck-Konzern für 85 Millionen Euro den Zuschlag für die Studentenbörse StudiVZ erhalten hat, träumen immer mehr Jungunternehmer vom Geschäft ihres Lebens. Denn Studenten-Communitys gibt es viele, die Namen klingen ähnlich: unister, 4students, nurstudenten, uni24.

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Was sie von StudiVZ unterscheidet? "Nicht viel", sagt Oliver Dümpe, der Macher von 4students. "Wir haben mit unserer Seite Geld verdient, da gingen die Leute von StudiVZ noch zur Schule." 1999 hat Dümpe als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Wirtschaftsinformatik in Augsburg das Portal gegründet. Mittlerweile zählt er 100.000 User. "Wir wollen den Boom nutzen, um weiterzuwachsen", sagt der 36-Jährige.

Das wollen andere auch: Harm Heibült, 25, hat vor drei Jahren nurstudenten.de ins Leben gerufen. Heute ärgert er sich. "Wir hätten das damals ernster nehmen sollen, dann wären wir jetzt Millionäre." Der Berliner Student hat die Seite lange nur als Hobby betrachtet, mit dem Verkauf von StudiVZ hat sich das geändert. Jetzt will auch er reich werden: "Wir sind nicht schlechter als StudiVZ, warum soll ich mir keine Hoffnung machen?"

Carlo Velten, Analyst bei der Experton Group, hält den Rummel für übertrieben. StudiVZ sei der vorläufige Höhepunkt gewesen: "Da passiert nicht mehr viel." Der Markt für Studenten-Communitys sei begrenzt. "Es gilt das Winner-takes-it-all-Prinzip", sagt Velten: Einer macht das große Geld - und die anderen kriegen nichts.



© UniSPIEGEL 1/2007
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