Der SPIEGEL

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20. Oktober 2008, 00:00 Uhr

Ausländische Studenten

Bleibt doch noch!

Von Benjamin Hammer

Bürokratie, Isolation, Rassismus: Die Bundesrepublik vergrault ausländische Studenten, statt sie willkommen zu heißen. Die künftigen Fachkräfte weichen auf gastlichere und freundlichere Länder aus – dabei werden sie dringend in Deutschland gebraucht.

Seit dem vorigen Jahr, im November war es, fühlt sich das Leben für Lu Zhang anders an*. Die chinesische Studentin, 25, stand vor der Mensa der Kölner Universität und wartete auf Freunde. Da passierte es: "Hau ab aus unserem Land, du Dreck", zischte ihr jemand zu, ein ganz normaler Student, im Vorbeigehen. Die umherstehenden Kommilitonen hätten kurz aufgeschaut und seien dann weitergegangen.

Student Qortas: "Die wollen uns hier nicht"
Veith Lemmen

Student Qortas: "Die wollen uns hier nicht"

Von dem Moment an habe sie sich nicht mehr wohl gefühlt in Deutschland, erzählt Zhang. Die Betriebswirtschaftlerin, Notenschnitt 2,0, will Deutschland nach ihrem Abschluss verlassen.

Dumpfer Fremdenhass – unter Jungakademikern, in der Bildungselite, an einer Hochschule? Wer mit ausländischen Studenten spricht, hört häufig solche Geschichten: von Demütigungen, Einsamkeit und den Fallstricken der deutschen Uni-Bürokratie. Zusammengenommen ergeben sie das Bild eines bisweilen ziemlich ungastlichen Landes.

"Im Kern provinzielle Nation"

Nach einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) bricht jeder zweite Student aus dem Ausland sein Studium ab und kehrt zurück in sein Heimatland. Fast 40 Prozent aller Ausländer haben einmal pro Woche oder noch seltener Kontakt zu ihren deutschen Kommilitonen, ein Drittel fühlt sich fremd. Auf dem Campus finden sich Gruppen nach Nationalität sortiert zusammen, Kontakt zu den anderen Gruppen gibt es kaum. Die Isolation führe bei manchen Ausländern gar dazu, dass sie zum Ende ihres Studiums in Deutschland schlechter Deutsch sprechen als zu Beginn, erzählt Ulrich Heublein vom HIS.

Deutschland sei eine "im Kern provinzielle Nation", kritisiert Christian Bode, Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD). Es werde hier noch immer nicht ausreichend begriffen, wie wichtig es sei, Ausländer gebührend willkommen zu heißen. "Wir haben hier keine langjährige Tradition von Gastfreundschaft, auch nicht an den Unis", so Bode.

Dabei könnte eigentlich alles gut sein, die Bundesrepublik ein Magnet für angehende Akademiker aus aller Welt: Bildung made in Germany hat einen guten Ruf. Die Studiengebühren – 500 Euro pro Semester in einigen Bundesländern – sind niedrig; im Vergleich zu anderen populären Ländern ein Klacks. So belegt Deutschland in der Gunst ausländischer Studierender im weltweiten Vergleich Rang drei. Rund 250.000 Ausländer besuchen deutsche Hochschulen, mehr sind es nur in den USA und Großbritannien.

Aus seiner Attraktivität macht Deutschland nichts

Viele Gaststudenten fühlen sich auch durchaus wohl in Deutschland, darunter die große Mehrheit der rund 18.000 Studenten, die jedes Jahr auf dem Erasmus-Ticket ein oder zwei Semester an einer deutschen Hochschule verbringen. Sie kommen, erleben eine schöne Zeit und gehen wieder. Von einer "großen Party der Europäer" spricht etwa die Irin Deirdre Teeling, 21, die bis Juli ein Jahr in Köln studierte. "Meine besten Freunde waren Spanier, wir haben sehr viel gefeiert."

Aber warum sinkt dann seit 2003 die Zahl ausländischer Studienanfänger in Deutschland?

Vielleicht, weil es sich herumspricht, dass es den Nichteuropäern, die für längere Zeit hierherkommen, möglicherweise sogar für ihr ganzes Studium, nicht besonders gut geht.

Vielleicht aber auch, weil Deutschland aus seiner Attraktivität nichts macht. So dass potentielle Interessenten sich für andere Länder entscheiden. Länder, in denen man sich stärker um sie bemüht.


*Name von der Redaktion geändert.

Kein "Klebe-Effekt" - Deutschland braucht Gaststudenten, vergrault sie aber

Großbritannien beispielsweise hat sich zum Ziel gesetzt, 100.000 Ausländer zusätzlich an seine Unis zu locken, 320.000 Gaststudenten gibt es dort bereits. Oder Australien und Neuseeland: Die dortigen Unis sind bekannt für ihren Rundum-Sorglos-Service. Und Hochschulen in den Niederlanden oder Skandinavien locken mit englischsprachigen Studiengängen und exzellenten Bedingungen.

"Der internationale Wettbewerb ist härter geworden", sagt DAAD-Chef Bode. Offenbar hat man andernorts begriffen, was hier erst mühsam ins Bewusstsein der Bildungs- und Wirtschaftspolitiker dringt: Ein hochentwickeltes Industrieland braucht Gaststudenten, nicht nur im Sinne der Völkerverständigung oder für buntes Multikulti-Gefühl, sondern schlicht aus Eigennutz.

Deutschland kann es sich nämlich nicht leisten, die ausländischen Studenten zu vergraulen, sind sie doch die späteren, in vielen Branchen ersehnten, hochqualifizierten Zuwanderer, mit deutschen Abschlüssen und perfekten Sprachkenntnissen. Doch bis sie so weit sind, müssen sie erst an eine deutsche Uni geholt werden, sich dort wohl fühlen und bleiben.

Chefsache oder Fußnote?

Dieser Klebe-Effekt ist Experten längst bekannt. "Nach dem Studium ist es meist zu spät", sagt DAAD-Mann Bode. "Da kommt niemand mehr." In anderen Ländern läuft fast die gesamte Rekrutierung ausländischer Spitzenkräfte über die Unis. 98 Prozent aller hochqualifizierten Einwanderer, so lautet die Bilanz der US-Regierung, hätten schon vorher im Land gelebt und gelernt.

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Alle Versuche in Deutschland, fertig ausgebildete Arbeitskräfte für bestimmte Branchen anzuwerben, sind bisher kläglich gescheitert. Dennoch sperrt sich die Regierung gegen den von der EU geplanten erleichterten Zuzug von Fachkräften mittels einer "Blue Card": Potentielle Einwanderer sollen künftig eine Stelle mit einem Einkommen von mindestens 63.600 Euro vorweisen, bisher galt es, die Hürde von 84.000 Euro zu nehmen.

So viele Beschränkungen, Widrigkeiten – es ist absehbar, dass Akademiker nur in marginaler Zahl kommen werden. Zu wenige, um den Fachkräftemangel zu beheben. Daher sind inzwischen die Wirtschaftsverbände entschiedene Fürsprecher des Studenten-Zuzugs: "Das Thema muss in allen Unis Chefsache sein und darf nicht bloß als Fußnote bei den Hochschulplanungen laufen", fordert Gerhard Braun, Vizepräsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Strikte Bestimmungen schon im Studium

So weit ist man jedoch erst an wenigen Hochschulen. An der Hochschule Reutlingen beispielsweise gibt die Nachfrage den Takt für die Internationalisierung vor: Die Fachhochschule ist bekannt für ihre wirtschaftsnahen Studiengänge wie etwa Chemie, Informatik oder BWL, mit den Großfirmen in der boomenden Wirtschaftsregion Stuttgart ist sie gut vernetzt. Unternehmen wie Bosch oder Porsche suchen hier nach Nachwuchs.

"Die Firmen machen keinen Unterschied zwischen Ausländern und Deutschen", sagt Baldur Veit, Leiter des Akademischen Auslandsamts der Hochschule. Der Ausländeranteil der Hochschule liegt bei 25 Prozent. Ein Drittel der ausländischen Absolventen bleibe nach dem Studium bei einem hiesigen Unternehmen, schätzt er.

Doch Reutlingen ist eine Ausnahme: "Was die Bedingungen für ausländische Studenten angeht, ist Deutschland ein Entwicklungsland", kritisiert Kai Gehring, hochschulpolitischer Sprecher der Grünen, der bis 2003 in Bochum Sozialwissenschaften studierte.

So macht es die deutsche Bürokratie Hochschulabsolventen ohne deutschen Pass vergleichsweise schwer, einen Job zu suchen. Seit 2007 bleibt ihnen dafür ein Jahr Zeit, vorher mussten sie zusätzlich den Nachweis erbringen, dass sie keinem Deutschen den Arbeitsplatz wegnehmen. Strikt sind die Bleibebestimmungen bereits während des Studiums: drei Semester über der Durchschnittsstudienzeit? Der Nicht-EU-Student riskiert die Ausweisung.

Unter Generalverdacht: "Kennen Sie sich mit Sptengstoffen aus?"

Hinzu kommt, dass die Bildungsanstalten chronisch klamm sind. Sie beklagen sich über zu viele Studenten. Auch für deutsche Bewerber wird durch den Numerus clausus die Hürde immer höher gesetzt, Gaststudenten nehmen aus Sicht der Unis nur zusätzliche Plätze in den überfüllten Hörsälen weg.

"In Deutschland fragen wir uns nicht, wie wir die Leute an die Uni kriegen, sondern wie wir sie fernhalten", sagt Christian Berthold, Geschäftsführer des Hochschulberaters CHE Consult, mit Blick auf die oft strengen Zulassungskriterien. "Diese Denkweise spiegelt sich auch im Umgang mit ausländischen Studenten wider." Kurz: Die Unis haben kein Interesse an großer Ausländerfreundlichkeit, es bringt ihnen kein Geld, dafür mehr Arbeit.

Die Universität Bonn erhebt seit 2006 einen Zuschlag, den sie "Betreuungsbeitrag" nennt. Zusätzlich zu den allgemeinen Studiengebühren von 500 Euro pro Semester zahlen Nicht-EU-Ausländer 150 Euro. Der Obolus war eigentlich gut gemeint, man wollte die Isolierten tatsächlich besser betreuen. Doch die Maßnahme ging nach hinten los: Die Zahl der Nicht-EU-Ausländer in Bonn sank prompt um 60 Prozent. "Unsere Uni ist auf dem besten Weg, die Studenten aus Entwicklungsländern zu verlieren", meint Magdalena Gruszka vom Bonner Asta-Vorstand.

Mehr noch als Geld und Bürokratie schrecken schlimme Erlebnisse die schlauen Studierenden aus dem Ausland ab. Sie reichen von einer gewissen Reserviertheit bis hin zu Rassismus, wie ihn Lu Zhang erfahren hat. In der HIS-Umfrage gab fast jeder zweite ausländische Student an, er sei schon "unfreundlich" behandelt worden, bei Studenten aus Afrika und dem Nahen Osten liegt dieser Wert noch höher.

In der Disco: "Keine Ausländer"

"Es ist schwierig, an der Uni deutsche Freunde zu finden", sagt die Chinesin Danni Xin, die in Köln BWL studiert. "Entdecke ich im Hörsaal Leute aus meinem Land, dann setze ich mich zu ihnen." Chinesen stellen den größten Anteil der Gaststudenten, viele berichten von Ablehnung.

"Die Hochschule ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft", sagt Claus Melter, der an der Universität Oldenburg eine Ombudsstelle gegen Rassismus betreut. "Es wäre falsch zu glauben, dass wir hier weniger Probleme haben." Zusammen mit seinen Kollegen spricht Melter mit Erstsemestern und Lehrkräften und versucht, sie auf die Empfindsamkeiten der ausländischen Gäste hinzuweisen. "Im Vergleich zu den USA oder Großbritannien haben wir noch viel aufzuholen", sagt Melter.

Der Ausländeranteil an der Uni Oldenburg liegt bei 6,6 Prozent, das ist selbst für deutsche Verhältnisse wenig. Wer mit dem kamerunischen Studenten Achu Yango, 25, durch Oldenburg läuft, bekommt einen anderen Blick auf das schmucke niedersächsische Uni-Städtchen: Yango zeigt auf die Discotheken, in die man ihn nicht hineinließ. "Keine Ausländer" hieß es bei einer sogar, ganz offen.

Yango, der Ingenieurphysik studiert, klagte wegen Diskriminierung und bekam vor Gericht recht. Der Club musste ihm 500 Euro bezahlen.

"Stell dir vor, du hast drei Bananen..."

Und in der Uni? Yango erzählt ein paar wenig erfreuliche Geschichten. So habe er einmal einem Dozenten eine Frage zu einer komplizierten Mathe-Aufgabe gestellt. "Stell dir vor, du hast drei Bananen", habe der Dozent seine Erklärung eingeleitet – für Yango eine abwertende Anspielung auf seine afrikanische Herkunft. Ein anderes Mal, als er eine besonders perfekte Hausarbeit abgab, fragte ihn ein Tutor, welcher Deutsche ihm dabei geholfen habe.

Auf besonders viele Vorbehalte stoßen seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Studierende aus muslimischen Ländern, vor allem bei den notorischen Behördengängen.

In Nordrhein-Westfalen hat beispielsweise ein Fragebogen Ärger gemacht, den Männer aus 26 Ländern seit Ende 2007 auf der Ausländerbehörde ausfüllen müssen, wenn sie die Aufenthaltserlaubnis verlängern wollen: Ob man eine Flugausbildung habe, wird dort gefragt, ob man sich im Gebrauch von Chemikalien und Sprengstoffen auskenne oder zu einer terroristischen Vereinigung Kontakt habe.

"Unglaublich", findet der Marokkaner Mourad Qortas, 31, diese Fragen. Qortas studiert Islamwissenschaften in Münster, bisher hat er sich wohl gefühlt, Probleme mit der Aufenthaltserlaubnis habe es auch nie gegeben. Mit dem Fragebogen werde aber eine ganze Gruppe unter Generalverdacht gestellt.

"Das verändert meine Sicht auf Deutschland", sagt Qortas. "Ich habe das Gefühl, die wollen uns hier nicht." Qortas hat Klage vor dem Verwaltungsgericht Münster eingereicht, auch seine Hochschulleitung protestierte gegen den Fragebogen. Die Landesregierung hält bislang jedoch an der Praxis fest.

Welcome to Deutschländ: Tutor für fast jeden Gast

Wenn Behörden ausländische Studenten unter Generalverdacht stellen, fördert das nicht gerade die Integration. Doch welchen Anteil haben die ausländischen Studenten selbst an ihrer Isolation?

Willkommen an der Uni: Erster Tag, erste Erkenntnisse
Ahoi Polloi

Willkommen an der Uni: Erster Tag, erste Erkenntnisse

Angebote wie das "International Students Network" an der TU Braunschweig werden nur spärlich angenommen, berichten die Initiatoren. Deutsche Studenten organisieren hier Kneipenbummel, Theaterbesuche und Ausflüge beispielsweise nach Hamburg für die Gäste aus dem Ausland. Aber Studenten aus Asien und Afrika kämen selten zu den Treffen, erzählt Netzwerk-Vorstand Jan Suwart, 26, ganz im Gegensatz zu den abenteuerlustigen Erasmus-Leuten.

Suwart studiert Informatik an der TU und sieht die Cliquenbildung mit Bedauern. "In unseren Seminaren gibt es meist eine deutsche und eine ausländische Gruppe. Wir haben nicht viel miteinander zu tun."

"Natürlich stehen auch die Ausländer in der Pflicht, sich zu integrieren", meint Asel Ulukbek, Sprecherin des Bundesverbands ausländischer Studierender (BAS). Doch seien die Rahmenbedingungen dafür ungünstig: Studenten aus Nicht-EU-Staaten oder aus EU-Beitrittsländern wie Polen dürfen nur 90 Tage pro Jahr arbeiten, Bafög bekommen sie meist auch keines – viele sind deshalb knapp bei Kasse. Und allein deswegen schon isoliert. So klagten die ausländischen Studenten in der HIS-Umfrage auch über Probleme bei der Finanzierung und mangelnden Kontakt zu Mitstudenten und Professoren (siehe Grafik).

Das Gefühl, willkommen zu sein

Der BAS fordert deshalb, dass ausländische Studierende unbegrenzt arbeiten dürfen. Die Uni sollte bessere Sprachkurse anbieten und die Ausländer enger in die Gremien- und Gruppenarbeit einbinden. "Am wichtigsten aber ist", sagt Ulukbek, "dass die deutsche Gesellschaft uns Studenten das Gefühl gibt, willkommen zu sein."

Wie das funktioniert, macht die Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) vor. Schon ihre Lage an der deutsch-polnischen Grenze verpflichtet sie zur Internationalität, der Ausländeranteil liegt bei rund 40 Prozent, die meisten kommen aus Polen. Hier setzt man seit der Gründung im Jahr 1991 auf ausländische Studenten. Fast jeder Gast bekommt einen deutschen Tutor zur Seite gestellt – auf Wunsch werden die Studenten vom Bahnhof abgeholt.

Auf Nachfrage vermittelt die Viadrina eine deutsche Patenfamilie, die alle paar Wochen zu einem Abendessen oder einem Ausflug einlädt – das hilft gegen Heimweh und Einsamkeit. "An unserer Uni klappt das Zusammenleben schon ganz gut, jetzt wollen wir noch Signale in die ganze Stadt senden", sagt Bernd Schünow von der Abteilung für internationale Angelegenheiten.

"Die Gesellschaft öffnet sich gerade"

Anstöße zum Miteinander gibt es auch ohne Hilfsprogramme und Sozialprojekte: etwa im "Verbündungshaus", einem Plattenbau aus den achtziger Jahren, zehn Fußminuten von der polnischen Grenze entfernt. Das Haus sollte abgerissen werden, jetzt ist im Erdgeschoss eine hippe Bar eingerichtet. Hier wohnen 20 Studenten, sie heißen Kasia, Victor, Carolina, Franko, Hodg oder Wojtek.

"Wir wollten billigen Wohnraum für alle schaffen", erzählt Lea Sauer, 25, die Kulturwissenschaften studiert. Die Bewohner kommen aus fünf verschiedenen Nationen. Im Februar heirateten zwei Mitglieder der Multikulti-WG, er aus Deutschland, sie aus Weißrussland.

In Oldenburg hat nach Jahren des Kampfs auch der Kameruner Kilian Asangana, 27, sein persönliches Glück gefunden. Er ist mit einer Deutschen verheiratet, seit März hat er einen deutschen Pass. Seit Juni hat er seinen Informatik-Abschluss in der Tasche und arbeitet bei einer renommierten Software-Firma. Er habe "viel Mist erlebt", erzählt Asangana. Doch blicke er optimistisch in die Zukunft. "Wir stehen an einer Wende, die Gesellschaft öffnet sich gerade."

Dass seine Entscheidung, in Deutschland zu bleiben, richtig war, merke er jedes Mal, wenn er nach ein paar Tagen Reise wieder nach Oldenburg hineinfährt. "Dann denke ich: Das ist meine Heimat."

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