Ausländische Studenten Deutsche Unis sind keine Mauerblümchen

Die deutsche Hochschulen sollen für Ausländer attraktiver werden, fordern Politiker, Unternehmer und Rektoren unisono. Dabei hat sich die Zahl ausländischer Studenten in den letzten 25 Jahren bereits vervierfacht - doch in den USA oder England sind es noch mehr.


Die Zahl ausländischer Studenten an deutschen Hochschulen hat sich innerhalb von 25 Jahren vervierfacht. 166.000 ausländische Studenten seien 1999 immatrikuliert gewesen, heißt es in einer neuen Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). 64 Prozent davon stammten aus Europa. Ihre Zahl sei neben der Anzahl der Studenten aus Afrika am stärksten gewachsen. Die begehrtesten Fächer waren Wirtschaft, Germanistik und Maschinenbau.

11.000 ausländische Studenten machten 1998 nach DAAD-Angaben ihren Abschluss an deutschen Hochschulen, die meisten davon in Ingenieurswissenschaften. Im internationalen Vergleich sei Frankreich bei den Abschlüssen für ausländische Studenten Nummer eins.

Bisher wurden die Hochschulen bei ihren Bemühungen, ihre Studienangebote für ausländische Interessenten attraktiver zu machen, häufig ausgebremst. Die Universität Köln etwa verzeichnet vier Mal so viele Bewerber wie Studienplätze, die Ausländern zur Verfügung stehen. Doch das soll sich ändern: Zum Wintersemester steigt die Studienplatzquote für Ausländer in Numerus clausus-Fächern von fünf auf acht Prozent. Die Neuregelung gilt für alle Fächer, in denen ein Auswahlverfahren durch die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) stattfindet.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.