Was kostet die Welt? Lyon, leuchtend und liebenswert

Wohngeld auch für Gaststudenten, Clubs auf dem Fluss und Schnecken zum Mittag: Das ist Lyon! Vier Unis mit 130.000 Besuchern lassen die südfranzösische Metropole brodeln. Hier zeigt sich Frankreich wie im Bilderbuch.

Alexander Moritz

Von Alexander Moritz


Die ersten Tage in Lyon wird man vor allem auf Bürofluren verbringen. Die Franzosen lieben Bürokratie anscheinend noch mehr als die Deutschen. Als ausländischer Student fühlt man sich trotzdem gleich willkommen. An den Universitäten - in Lyon gibt es vier Unis und zahlreiche andere Hochschulen mit insgesamt über 130.000 Studenten - bekommt man zur Begrüßung einen "Kite de survie" mit allen wichtigen Infos für die ersten Tage in die Hand gedrückt.

Am besten informiert man sich sofort über den Antrag auf Wohngeld - auch als ausländischer Student bekommt man zwischen 90 und 300 Euro. Bei den eher teuren Mieten kann man die Finanzspritze gut gebrauchen, allerdings liegt die Bearbeitungszeit bei etwa drei Monaten.

Auch sonst ist es in Lyon nicht schwer, sein Geld loszuwerden: Lebensmittel sind teurer als in Deutschland, besonders Milchprodukte und Gemüse. Für ein kleines Bier zahlt man im besten Fall zwei, im schlechtesten Fall sechs Euro. Und in den Boutiquen des Szeneviertels "Les pentes de la Croix Rousse" findet man zwischen Seidenschals und Vintage-Mode immer irgendetwas, das man unbedingt haben muss.

Mit den richtigen Tricks lässt es sich in Lyon aber auch ohne viel Geld bestens leben. So sind die meisten Museen für Studenten unter 26 gratis. Und mit Deutsch- und Englischkenntnissen findet man leicht gut bezahlte Nebenjobs, zum Beispiel als Touristenführer in der Oper.

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insgesamt 7 Beiträge
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Zappa_forever 05.03.2014
1. C´est génial!
Ich kann es nur bestätigen. Lyon ist eine tolle Stadt mit unheimlich viel Flair!
michaeltoch 05.03.2014
2. optional
Lyon ist per Autobahn 463 km von Paris und 314 km von Marseille entfernt. Also eine südfranzösische Metropole?
A_B 05.03.2014
3. Deja vu
Ich bin im August letzten Jahres aus beruflichen Gruenden nach Frankreich gezogen und vieles was in dem Artikel beschrieben wird hab ich auch so erlebt. Ich wohne in Clermont-Ferrand und arbeite dort an der Universitaet. Besonders ueberrascht hat mich die Vorliebe der Franzosen fuer Buerokratie. Was dabei allerdings etwas aergerlich ist, ist dass alles gefuehlt 3 bis 6 Monate dauert. Meistens liegt es daran, dass alles nicht nur Vorort sondern auch nochmals in Paris bearbeitet wird (Stichwort Zentralismus). Aber abgesehen davon haelt sich der Kulturschock doch in Grenzen und ist eher eine Bereicherung des eigenen Horizonts. Und, keine Angst wer kein Franzoesisch spricht! Ich bin ohne ein Wort Franzoesisch zu sprechen nach Frankreich gezogen und bin weder obdachlos noch verhungert. Ich kann jedem, der kein Vegetarier oder Veganer ist, empfehlen mal in Frankreich zu leben.
franzosen 05.03.2014
4. Mais non !
Zitat von sysopAlexander MoritzWohngeld auch für Gaststudenten, Clubs auf dem Fluss und Schnecken zum Mittag: Das ist Lyon! Vier Unis mit 130.000 Besuchern lassen die südfranzösische Metropole brodeln. Hier zeigt sich Frankreich wie im Bilderbuch. http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/auslandsstudium-in-frankreich-was-kostet-lyon-a-956607.html
Lyon eine südfranzösische Metropole ? So würde ich eher Marseille, Toulouse oder Toulon bezeichnen. Schauen Sie mal auf die Landkarte !!
Sibylle1969 05.03.2014
5. Metro und Busse nur bis halb eins
Das geht ja noch. Viel länger fahren die Metros in Paris auch nicht. Schlimm ist aber Marseille. Hier endet der ÖPNV bereits gegen 21 Uhr, auch am Wochenende, mit nur wenigen Ausnahmen.
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