22qm für 260 Euro warm Viele neue Mini-Wohnungen für Studenten

Ein Raum, Küchenzeile, kleines Bad: Die Bundesregierung will ein Förderprogramm für studentischen Wohnraum auflegen. Die Mikrowohnungen sollen mindestens 22 Quadratmeter groß sein und dürfen höchstens 260 Euro warm kosten.

Wohnheimzimmer in Konstanz (Archiv): Leben auf engstem Raum - für Studenten, Rentner und Flüchtlinge
DPA

Wohnheimzimmer in Konstanz (Archiv): Leben auf engstem Raum - für Studenten, Rentner und Flüchtlinge


Damit Studenten und Auszubildende leichter bezahlbare Wohnungen finden, will Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) noch in diesem Jahr ein Förderprogramm für den Bau von Kleinwohnungen auflegen. Wer preiswerten Wohnraum für diese jungen Menschen schafft, soll ab Herbst einen Zuschuss von 30 Prozent der Baukosten beantragen können.

Wie ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag berichtete, darf die Warmmiete für diese Neubauwohnungen nicht über 260 Euro liegen. In einem Papier des Ministeriums werden die "Mikrowohnungen" als "Individualraum mit mindestens 14 Quadratmetern, Küchenzeile und kleinem Bad" beschrieben - alles in allem müssen sie mindestens 22 Quadratmeter groß sein, um gefördert zu werden. Geringe Abweichungen sind nur in Großstädten mit besonders hohen Grundstückskosten erlaubt.

Für das geplante Programm sollen 120 Millionen Euro bereitstehen. Kommunen und andere Investoren, die einen Zuschuss erhalten wollen, müssen ihre Bauprojekt bis Ende 2018 abschließen. Der Bund will sich nicht an den Kosten für Grundstückskäufe beteiligen.

In einem Bericht des Bauministeriums vom vergangenen Juni heißt es, die Nachfrage nach kleinen, preiswerten Wohnungen werde mittelfristig weiter ansteigen - und zwar nicht nur wegen der wachsenden Zahl von Studenten, sondern "auch durch die steigende Anzahl Auszubildender in Metropolregionen, durch Rentner und Flüchtlinge".

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him/dpa/afp



insgesamt 84 Beiträge
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Seite 1
bügler 06.08.2015
1. zu tuer
das ist zu teuer
AHF84 06.08.2015
2.
Zitat von büglerdas ist zu teuer
Und welcher Betrag wäre angemessen?
2469 06.08.2015
3. @1
Das ist nicht zu teuer, sondern ziemlich günstig. In manchen Städten können Sie froh sein, wenn sie für 400? 10m^2 bekommen.
artusdanielhoerfeld 06.08.2015
4. Leben im Schuhkarton
Auch wunderbar geeignet, um bei Hartz-IV-Empfängern an den Kosten für die Unterbringung zu sparen. Den Hinweis hat man "leider vergessen"!
lastwebpage 06.08.2015
5. Studenten?
260€ 22qm... das erscheint mir zumindest kritisch hinterfragbar. Es gibt da eine andere Personengruppe, die z.B. in Düsseldorf und Köln da ungefähr das selbe "bezahlen" muss, von München und Berlin will ich erst gar nicht anfangen. Ja, ich meine hier den Single Hartz 4 Bezieher. 22 qm sind natürlich nicht viel, aber für die Hartz 4 Grenze von 45qm und z.B. 385€ kommt dem Vorschlag schon verdammt nahe. Sind solche Wohnungen aber auch zu finden? I.d.R. schwer bis gar nicht. Wenn ich beide Personengruppen, und die Zahlen, vergleiche, weiß ich nicht so ganz, was ich von diesem Vorschlag halten soll. Was würde ich jetzt machen, wenn ich Bauherr wäre und in Betracht ziehe kleine Wohnungen zu bauen? Da sind die Förderungen dann vielleicht doch etwas verlockend.
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