Beleibt macht beliebt Suche dicke Mitbewohnerin

Wissenschaftler der Universität Michigan haben den Idealweg zur Gewichtskontrolle entdeckt: Studentinnen, angelt euch einfach eine ordentlich mollige WG-Genossin. Denn übergewichtige Erstsemestlerinnen wollen ständig abnehmen - das wirkt offenbar ansteckend.

Teilnehmerin einer US-Tanzshow zum Abnehmen: Drill für Dralle
REUTERS

Teilnehmerin einer US-Tanzshow zum Abnehmen: Drill für Dralle


Sympathisch? Sauber? Solvent? Wenn Frauen nach einer Mitbewohnerin suchen, sollten sie sich nicht nur von solchen psychologischen und finanziellen Merkmalen blenden lassen. Für die eigene Lebenszufriedenheit könnte der Bauchumfang der potentiellen WG-Partnerin unter Umständen entscheidender sein.

Gesundheitsökonomen der Universität Michigan fanden heraus, dass Frauen mit dickeren Mitbewohnerinnen nicht so schnell zunehmen. Die Forscher beobachteten ein Jahr lang Gewicht und soziales Verhalten von 144 Studentinnen. Dabei stellten sie fest, dass die Frauen nach dem Abschied aus Mamas Küche nicht mehr so regelmäßig aßen, auch nahmen sie andere Speisen zu sich.

Das hatte zur Folge, dass sie anderthalb bis drei Kilo zulegten - mit Ausnahme derjenigen, deren Mitbewohnerinnen ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften hatten. Hochschülerinnen mit dralleren WG-Partnerinnen wogen nach dem ersten Jahr nur durchschnittlich 500 Gramm mehr als am Anfang ihres Studiums.

Die Forscher führen das nicht auf eine Art Abschreckungseffekt zurück, sondern darauf, dass übergewichtige Erstsemestlerinnen eigentlich ständig abnehmen wollen und ihre Mitbewohnerinnen damit anstecken.

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barlog 21.11.2010
1. Titel
Zitat von sysopWissenschaftler der Universität Michigan haben den Idealweg zur Gewichtskontrolle entdeckt: Studentinnen, angelt euch einfach eine ordentlich mollige WG-Genossin. Denn übergewichtige Erstsemestlerinnen wollen ständig abnehmen - das wirkt offenbar ansteckend. http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,729856,00.html
Von übergewichtigen Mitgenossinnen gesundes Ernährungsverhalten lernen - sehr witzig ! Haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden . . ....
Salatsauce 21.11.2010
2. .
Ich kenne eine Menge dicke Menschen (mein Spiegelbild gehört dazu). Und von "ständigen Diäten" merke ich wenig. Eher von einer intensiven Liebesbeziehung zu Schnitzel, Bier und Pizza.
meerkatzeM 21.11.2010
3. kann ich mir gut vorstellen
Ja, warum denn nicht? Also ich finde das schon logisch. Gerade Frauen machen ja gern Diäten (und es ist ja von MitbewohnerINNEN die Rede). Als Dicker ernährt man sich ja nicht zwangsweise ungesund, gerade bei den Abnehmwilligen ist der Misserfolg doch meist eher auf eine schlechte Selbstdisziplin zurückzuführen. Also heimliche Heißhungeranfälle nach Schokolade usw. Aber als Dicker weiß man ja, dass das schlecht ist und wird, anders als vielleicht ein Dünner, die Mitbewohner nicht auch noch zum Mitmachen anstiften. Eine dicke Mitbewohnerin traut sich doch schon allein aus Angst vor Spott nicht, die WG-Genossin um Mitternacht zum Besuch des nächsten Dönerladens zu überreden. Das läuft dann eher heimlich und mit nachträglichen Schuldgefühlen. Viele Menschen können sich ja auch in Gegenwart anderer besser kontrollieren als wenn sie allein sind. So nach dem Motto: Mittags vor den Kommilitonen in der Mensa nur Salat, nachts dann heimlich im Zimmer die Tafel Schoki verschlingen.
Medienkritiker 21.11.2010
4. Alarm
Fattie in der WG? Leute, schließt eure Kühlschränke ab, versteckt eure Chipstüten!!!
hambürger 21.11.2010
5. Unwissenschaft
Zitat von sysopWissenschaftler der Universität Michigan haben den Idealweg zur Gewichtskontrolle entdeckt: Studentinnen, angelt euch einfach eine ordentlich mollige WG-Genossin. Denn übergewichtige Erstsemestlerinnen wollen ständig abnehmen - das wirkt offenbar ansteckend. http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,729856,00.html
Was sich so alles Wissenschaft nennt. Vor ein paar Wochen geisterte durch die Blätter, Fettsein sei (sozial) ansteckend. Kennst du genug fette Leute, wirst du selber bald fett. Der Ansatz klang jedenfalls überzeugender als diese unausgegorende Katharsistheorie hier. Wahrscheinlich sucht eine schwer adipöse Nachwuchswissenschaftlerin aus Michigan verzweifelt Anschluss. Und die fiesen schönen Schwestern von Beta Kappa Phi wollen sie nicht.
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