Campus-Presse Ausgezeichnete Studentenzeitschriften

In einem Wettbewerb für Campus-Presse wurden zehn sehr gute Studentenzeitschriften ausgewählt. Auf dem ersten Rang schaffte es eine Redaktion aus Trier. Ihr Erfolgsrezept: Unabhängigkeit von der Universität - und vom Asta.


Mit dem "MLP Campus Presse-Award" sollen sehr gute deutschsprachige Studentenzeitungen prämiert werden. Aus 33 eingereichten Medien wählte die Jury eine Liste von zehn Magazinen aus. Auf den ersten Platz kam die Trierer Studentenzeitung "Neue Universal". Den zweiten Platz belegte "ruprecht" von der Universität Heidelberg, gefolgt von "Polykum" von der ETH Zürich.

Der Preis wird jährlich von der Initiative Pro Campus-Presse vergeben, die der Finanzdienstleister MLP und der Medienfachverlag Rommerskirchen initiiert haben. Die Siegerredaktion bekommt einen Computer für die Redaktionsarbeit, die zweiten und dritten Sieger je einen Praktikumsplatz bei einer überregionalen Zeitung.

Den Sieger "Neue Universal" lobte die Jury vor allem für journalistische Vielfalt, klare Struktur und Leserführung und einen hohen Nutzwert. Die Studentenzeitung wird von acht Redakteuren gemacht und finanziert sich über Werbung. Die Redaktion sei, wie ein Redakteur, Jurastudent André Eichhofer, betont, unabhängig von der Universität, aber auch unabhängig von studentischen Gremien wie dem Asta.

Charakteristisch für die Zeitung sei die "kritische Berichterstattung gegenüber der Universität und der Stadt Trier" sowie eine "gewisse Frechheit" in der Recherche. So habe die Neue Universal in jüngster Zeit beispielsweise über eine kostspielige, aber unpraktische Eingangs-Drehtür der Trierer Mensa berichtet, wie auch über weggesparte Lehrstühle und die Schwierigkeiten chinesischer Studenten mit einer Großbank.

Juror Christoph Keese, Chefredakteur der "Welt am Sonntag" lobte die thematische Bandbreite, die "weit über den Tellerrand der Hochschule hinausreichte". Jury-Mitglied Iris Klaßen von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Hochschulsprecher würdigte Studentenmagazine als "wichtigen Teil der Hochschulkultur".

jaf



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