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10. September 2019, 15:50 Uhr

Forschungsgelder

Uni-Professoren werben im Schnitt 266.000 Euro ein

Die Summe der Drittmittel, die von deutschen Professoren eingeworben wurden, ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Besonders erfolgreich beim Sammeln von Forschungsgeldern waren drei technische Universitäten.

Der Staat als Arbeitgeber dürfte sich freuen: Professorinnen und Professoren in Deutschland werben im Schnitt mehr Drittmittel ein, als sie an Gehalt kosten. Jeder Lehrstuhlinhaber an einer Uni kam im vergangenen Jahr im Durchschnitt auf 266.200 Euro externe Forschungsgelder. Das zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamts.

Im Vergleich zum Jahr 2016 war das ein Plus von 3,2 Prozent. Die medizinischen Einrichtungen an Universitäten sind dabei nicht berücksichtigt. Sie nehmen nach Angaben der Statistiker eine Sonderstellung ein und verfügen über deutlich höhere Drittmitteleinnahmen. Jeder Professor einer medizinischen Einrichtung warb im Schnitt 587.300 Euro ein.

Insgesamt nahmen die Hochschulen - ohne Verwaltungsfachhochschulen - 2017 Drittmittel in Höhe von rund 7,8 Milliarden Euro ein. Drittmittel werden vorwiegend für einzelne Forschungsprojekte oder Forschungsbereiche eingeworben.

Die Fächergruppe mit den höchsten Drittmitteleinnahmen je Professor an den Universitäten war 2017 mit 579.600 Euro die Humanmedizin. An zweiter Stelle folgten die Ingenieurwissenschaften mit 579.400 Euro.

Wesentlich geringer waren die Drittmitteleinnahmen mit 132.100 Euro je Professor in den Geisteswissenschaften sowie in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit durchschnittlich 125.300 Euro.

Noch einmal deutlich niedriger waren die Einnahmen durch Drittmittel an anderen, nicht-universitären Hochschulen: An den Fachhochschulen belief sich die durchschnittliche Summe pro Professor auf 33.500 Euro, an den Kunsthochschulen auf 19.500 Euro.

him/AFP

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