Schöne Viren Diese Killer lagern in Uni-Laboren

Im Kampf gegen Ebola forschen Wissenschaftler mit Hochdruck an dem hochansteckenden Virus. Was sehen sie, wenn sie durch ihre Mikroskope gucken? Manchmal ziemlich schöne Bilder.


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Mikroskop-Bilder von Viren: Ganz schön tödlich
Seit Monaten wütet das Virus in Westafrika, fast 4500 Menschen starben bereits an der Ebola-Erkrankung. Auch in den USA und in Spanien haben sich drei Krankenschwestern infiziert, weitere Verdachtsfälle lassen die Angst auch in Europa steigen.

Weltweit suchen und testen Forscher Medikamente. Jüngst forderte auch der Bundestag die deutsche Regierung auf zu prüfen, ob Deutschland die klinische Prüfung eines Impfstoffes gegen Ebola fördern könnte.

Der Ebola-Krankheitserreger beschäftigt Universitätsforscher schon lange, seit knapp 40 Jahren versuchen die Wissenschaftler zu ergründen, wie der mikroskopisch kleine Virus bekämpft werden kann. In Deutschland gibt es nur wenige Hochsicherheitslabore, in denen auf der Suche nach Gegenmitteln mit gefährlichen Viren experimentiert werden darf.

Eines betreibt das Institut für Virologie der Uni Marburg. Die dortigen Forscher gehören sogar zu den weltweit renommiertesten Ebola-Experten. Sie helfen zurzeit auch in Afrika, die Krankheit einzudämmen. Große Fortschritte erhoffen sich die Forscher auch bei der Bekämpfung einiger anderer Viren, die als gefährlich klassifiziert werden. Sie alle lagern als Proben in Marburg.

Weitere Labore in Deutschland, die mit hochansteckenden Viren arbeiten dürfen, für die es noch keine wirksamen Medikamente oder Impfstoffe gibt, sind am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg und am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems. Ein viertes entsteht derzeit am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.

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Lernen im Ebola-Gebiet: Tropenmedizin aus nächster Nähe

insgesamt 8 Beiträge
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Rosmarinus 20.10.2014
1. Ergänzender Hinweis
Die Bilder sind nachträglich eingefärbt. Die elektronenmikrsokopischen Originalaufnahmen sind schwarz-weiß.
urbansonnet 20.10.2014
2. ....
Nächstes Mal bitte einen reisserischeren Titel. Dann haben wir hier vielleicht bald den Bild-Standard erreicht, der hier offensichtlich angestrebt wird.
fpwinter 20.10.2014
3. Man erinnere sich nur:
Das "Marburg Virus" heißt so, weil es 1967 bei dem Pharmaunternehmen Behring in Marburg zu einem LAbor-Unfall kam. Vorsorglich hat man dann damals die Mär verbreitet, es sei von Meerkatzen aus Uganda eingeschleppt worden, die man bei Behring für Impfstoffe hielt... Zu Labor-Unfällen kam es im gleichen Jahr in Belgrad, 1988/1990 auch in Kolzow/Sibirien (im Zuge des sowjetischen Biowaffenprogrammes Biopreparat). Erst 1998 kam es im Kongo zum ersten Massen-Ausbruch...
Alexander K. 20.10.2014
4. Ebola Bezug zu Schlangen - Mögliche Behandlungsansätze
Nature Magazine: New deadly, highly contagious Ebola family virus found in snakes (August 15, 2012) Auszug: "The research is published in the open-access journal mBio. In amongst some of the snake DNA was foreign genetic material – nucleic acid – that closely resembled that present in viruses belonging to a family called arenaviruses. This family includes Lassa Fever virus, which is associated with haemorrhagic fever in humans. However, there is no evidence that the newly discovered virus can pass from snakes to humans. " http://theextinctionprotocol.wordpress.com/2012/08/15/new-deadly-highly-contagious-ebola-family-virus-found-in-snakes/
enni3 20.10.2014
5.
Zitat von fpwinterDas "Marburg Virus" heißt so, weil es 1967 bei dem Pharmaunternehmen Behring in Marburg zu einem LAbor-Unfall kam. Vorsorglich hat man dann damals die Mär verbreitet, es sei von Meerkatzen aus Uganda eingeschleppt worden, die man bei Behring für Impfstoffe hielt... Zu Labor-Unfällen kam es im gleichen Jahr in Belgrad, 1988/1990 auch in Kolzow/Sibirien (im Zuge des sowjetischen Biowaffenprogrammes Biopreparat). Erst 1998 kam es im Kongo zum ersten Massen-Ausbruch...
Wer behauptet, Ebola und Marburg wären künstlich erzeugte Viren hat einfach keine Ahnung. Diese Viren eignen sich nicht als Biowaffen. Das wäre so als würde man an Armbrüsten als moderne konventionelle Waffe arbeiten. Viel zu hohe Sichtbarkeit, während der Ansteckungsphase, viel zu geringe Übertragbarkeit in der infektiösen Phase, viel zu große Virenpartikel, die auch noch zu Agglomerationen kristallisieren, um es effezient verbreiten zu können. Natürlich haben sowohl die Sowjetunion, als auch die Amerikaner an Biowaffen geforscht. Wer allerdings glaubt, ein westdeutsches Unternehmen hätte im tiefsten kalten Krieg für die Sowjets Forschung betreiben können, läuft auch mit Aluhut rum. Die ersten dokumentierten Ausbrüche stammen übrigens aus den 70igern, als man nämlich wusste, wonach man suchen muss. Vorher sind die Toten wahrscheinlich einfach unter die Rubrik "unerklärliche Todesfälle" eingeordnet worden.
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