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IW-Studie Zuwanderer sind besser ausgebildet als Einheimische

Sie haben häufiger einen Hochschulabschluss und sind im Schnitt zehn Jahre jünger: Die Menschen, die in den vergangenen Jahren in die Bundesrepublik eingewandert sind, bereichern den deutschen Arbeitsmarkt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.
Ausländische Studenten in Wismar: "Beitrag zur Fachkräftesicherung"

Ausländische Studenten in Wismar: "Beitrag zur Fachkräftesicherung"

Foto: Jens Büttner/ picture alliance / dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Köln - Zuwanderer sind oft besser ausgebildet als Einheimische und deshalb für den deutschen Arbeitsmarkt ein Gewinn. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, über die die "Wirtschaftswoche" vorab berichtet.

Mehr als ein Viertel der im vergangenen Jahrzehnt eingewanderten Menschen zwischen 25 und 65 Jahren habe einen Hochschulabschluss. In der Gesamtbevölkerung seien es nur 18 Prozent, schreibt die Wochenzeitschrift in ihrer neuen Ausgabe. Die Studie soll erst am Donnerstag in Berlin vorgestellt werden.

Zuwanderer seien zudem im Durchschnitt zehn Jahre jünger als die Einheimischen. 85 Prozent der Menschen, die zwischen 1999 und 2009 nach Deutschland zogen, seien im erwerbsfähigen Alter. In der heimischen Bevölkerung gelte dies nur für 66 Prozent. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels leiste die Zuwanderung einen "wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung", zitiert das Blatt aus der Studie.

2010 kamen in Deutschland 15,7 Millionen Menschen aus einer Zuwandererfamilie, die größte Gruppe stellen Menschen aus der Türkei. Am Mittwoch hatte die Bundesregierung ihren Bericht über die "Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland" vorgestellt. Demnach hat sich die Zahl der ausländischen Hochschulabsolventen in Deutschland seit Ende der neunziger Jahre mehr als verdreifacht.

son/AFP