Elektrotechnik Frauen holen langsam, aber kontinuierlich auf

Immer mehr Frauen entscheiden sich für ein Studium der Elektrotechnik. Ihr Anteil ist auf einem neuen Höchststand - wenn auch auf niedrigem Niveau.

Studentin (Symbolbild)
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Studentin (Symbolbild)


Das Studium der Elektrotechnik war lange Zeit eines der Studienfächer mit einem extrem geringen Frauenanteil. Doch das ändert sich langsam. Das zeigen Zahlen der Initiative "Komm mach Mint", die sich für mehr Frauen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (Mint) einsetzt.

Im Studienjahr 2015 lag der Frauenanteil bei den Studienanfängern bei 15,3 Prozent - so hoch wie noch nie. Zum Vergleich: 1995 waren es 4,9 Prozent, 2005 9,4 Prozent. Grundlage sind Daten des Statistischen Bundesamts und eigene Berechnungen der Initiative.

Die Statistik setzt im Jahr 1976 an. Damals waren nur 268 der 13.548 Studienanfänger der Elektrotechnik Frauen, also zwei Prozent. Insgesamt schrieben sich im Studienjahr 2015 für das erste Fachsemester 28.086 Studenten ein - das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Frauen sind in naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen in Deutschland weiterhin deutlich in der Minderheit. Im Jahr 2014 waren in den Fächern Ingenieurwissenschaften, Fertigung und Bauwesen nur 21 Prozent der Studenten weiblich. In Bio- und Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik lag der Frauenanteil im Bundesdurchschnitt bei 36 Prozent.

sun/dpa

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insgesamt 18 Beiträge
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wb99 22.12.2016
1. Hoffentlich
Hoffentlich endet das nicht in einer gendergerechten Elektrotechnik. "Neue deutsche Elektrotechnik" oder so. Bei der Energiewende hat man leider schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie man sich eine Wissenschaft zeitgeistgerecht hinbiegen kann.
smartphone 22.12.2016
2. Aha
Soll ich mal was aus meiner Studienzeit erzählen ..... E Technikanfängerinnen ca 2 von 850 nur eine "überlebte" u.a dank Verhältnis unter der Gürtellinie zu einem Prof ...... Meinen Sie das ist heute besser ?
observerlbg 22.12.2016
3. Das ist erfreulich, und bemerkenswert.
Als ich Anfang der 90er das Studium der Elektrotechnik beendete, war der Frauenanteil bei unter 10%. Aber immerhin haben alle Frauen, die mit mir an der HAW HH anfingen, das Studium erfolgreich beendet. Wenn man bedenkt, dass auch diese Weihnachten für Mädchen überwiegend Lilifee-Artikel, Puppen und Ähnliches unterm Baum liegen, erstaunlich. Ich bekam als Junge überwiegend Metallbaukasten, Elektronikexperimente und Modellbahn geschenkt, meine Schwester... siehe weiter oben.
ditor 22.12.2016
4. Die Schwester
Zitat von observerlbgAls ich Anfang der 90er das Studium der Elektrotechnik beendete, war der Frauenanteil bei unter 10%. Aber immerhin haben alle Frauen, die mit mir an der HAW HH anfingen, das Studium erfolgreich beendet. Wenn man bedenkt, dass auch diese Weihnachten für Mädchen überwiegend Lilifee-Artikel, Puppen und Ähnliches unterm Baum liegen, erstaunlich. Ich bekam als Junge überwiegend Metallbaukasten, Elektronikexperimente und Modellbahn geschenkt, meine Schwester... siehe weiter oben.
Und, wollte die Schwester anschließend bei Baukasten und Modellbahn mitspielen?
joe_ann 22.12.2016
5. @Smartphone was ein nutzloses Kommentar
kein Wunder, dass Frauen solche Bereiche scheuen, weil Viele anschließend mit genau solchen Vorurteilen von ''geistigen Überfliegern'' zu kämpfen haben...war ja erst letztens ein Artikel dazu bei Spon. Und die restlichen Kommentare kann ich nur bestätigen. Es geht schon in der KiTa los, dass die Kinder in ihre Rollen gepresst werden. Wenn mein Sohn sagt, dieses oder jenes Spielzeug sei nur für Mädchen oder nur für Jungs, sagen wir ihm immer, so etwas gibt es nicht und das soll er auch in der KiTa den Kindern sagen, die ihm so etwas erzählen (und sagen die Eltern sind dumm, wenn sie das sagen^^). Und es ist auch gruselig, was die Medien, speziell in der Werbung, vermitteln. Da gibt es für Mädels immer Spielzeug,das suggeriert Kosmetikerin, Friseurin etc.seien für Mädels typisch. Eine Bauingenieurin oder ähnliches hab ich bisher vergebens gesucht.
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