Elite-Unis Oxford braucht Geld

Selbst edle Universitäten von Weltrang sind stets auf der Suche nach neuen Finanzquellen. So wittert Oxford lukrative Geschäfte mit ausländischen Studenten - besonders interessante Kunden sind Postgraduierte aus aller Welt.


Etwas klamm: Nobel-Uni Oxford
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Etwas klamm: Nobel-Uni Oxford

Englische Studenten könnten in Oxford schon bald zur Minderheit gehören. Grund: Die Uni versucht vermehrt ausländische Studenten anzuwerben, um mehr Geld in die Kassen zu bekommen. Damit folgt die britische Vorzeige-Uni einer Entwicklung an US-amerikanischen Elite-Hochschulen, die sich zunehmend auf das lukrative Geschäft mit postgraduierten ausländischen Studiosi spezialisieren.

In Oxford soll die Zahl der Postgraduierten in den nächsten Jahren kräftig aufgestockt werden, die Gesamtzahl der Studienplätze jedoch konstant bleiben. Im Jahr 2020 könnte Oxford Prognosen zufolge mehr Postgraduierte als Studierende zählen.

Besonders interessante Kunden sind dabei Studenten aus Nicht-EU-Staaten. Denn während Jungakademiker aus der Europäischen Union die gleichen Studiengebühren wie ihre britischen Kommilitonen bezahlen, müssen Wissbegierige aus dem Rest der Welt tiefer in die Tasche greifen. Sie sollen mindestens die tatsächlich entstehenden Kosten ihres Studiums begleichen. Derzeit zahlt die Uni Oxford pro Jahr und Student rund 2600 britische Pfund drauf.

© UniSPIEGEL 2/2004
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