Erasmus-Rekord Deutsche Studenten strömen ins Ausland

Mobil wie nie: Zuletzt haben 35.000 junge Deutsche mit einem Erasmus-Stipendium im Ausland studiert oder gearbeitet. So viele wie nie zuvor. Besonders oft entscheiden sich Studenten für einen Aufenthalt in Spanien, Frankreich und Großbritannien.

Erstsemster in Granada: Viele deutsche Studenten studieren in Spanien
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Erstsemster in Granada: Viele deutsche Studenten studieren in Spanien


Nie zuvor haben so viele deutsche Studenten am Austauschprogramm der Europäischen Union teilgenommen wie im Hochschuljahr 2012/13. In dem Jahr absolvierten 35.000 junge Menschen mit Erasmus einen Teil ihres Studiums oder ein Praktikum im europäischen Ausland, teilte der zuständige Deutsche Akademische Austauschdienst am Dienstag in Bonn mit. Das waren rund 2000 mehr als im Vorjahr. Zusätzlich haben 4000 deutsche Hochschulmitarbeiter an einer ausländischen Hochschule unterrichtet oder eine Weiterbildung besucht.

Die beliebtesten Gastländer der deutschen Erasmus-Studenten: Spanien (5.419 Geförderte), Frankreich (4.789) und Großbritannien (3.132). Die meisten Teilnehmer kamen laut DAAD von der Technischen Universität München (886 Geförderte), der Ludwig-Maximilians-Universität München (801) und der Uni Münster (781). Umgekehrt kamen im vergangenen Jahr mehr als 30.000 Europäer an deutsche Hochschulen, um zu studieren, zu lehren oder sich weiterzubilden.

Das sind die beliebtesten Erasmus-Länder

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Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) feierte Erasmus als "europäische Erfolgsgeschichte": Der Anstieg sei "ein ermutigendes Zeichen für die junge Generation in Europa", erklärte sie. Sie freue sich, dass immer mehr junge Menschen die Chancen "für einen Bildungsaustausch über Ländergrenzen hinweg nutzen". Zum Teil dürfte die gestiegene Zahl der Erasmus-Teilnehmer allerdings auch der gestiegenen Studentenzahl geschuldet sein: Im Wintersemester 2012/2013 waren an deutschen Hochschulen 2,5 Millionen Studenten eingeschrieben, ein Plus von gut 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und zum damaligen Zeitpunkt so viele wie nie zuvor.

Das Austauschprogramm Erasmus gibt es bereits seit 1987, seitdem wurden europaweit drei Millionen Studenten gefördert, darunter mehr als 450.000 Deutsche. Im vergangenen Jahr hat die EU das Programm umgebaut: Unter dem Namen Erasmus+ sind seitdem Auslandsangebote für Studenten, Schüler und Auszubildende zusammengefasst. Gleichzeitig stockte die EU die Fördersumme um rund 40 Prozent auf, rund 15 Milliarden Euro stehen für das Programm in den Jahren 2014 bis 2020 zur Verfügung.

fln/AFP

insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
klein-ida 25.03.2014
1. ...
Ich habe mit ERASMUS zwei Semester in Madrid verbringen dürfen. Das war bisher die beste und unbeschwerteste Zeit, die ich je hatte. Ich kann es wirklich nur allen Studenten empfehlen!
chris4you 25.03.2014
2. Auslandsstudium ist wichtig
und wenn das an den dt. Unis mit Gender-/Feminismus so weiter geht, dann ist es zu empfehlen, das ganze Studium im Ausland zu machen und auch gleich dort zu bleiben und zu arbeiten (kommt die Quote, so wird es ca. für 10 Jahre keine Beförderung für dieses eine Geschlecht geben, damit dass andere die Quote überhaupt erreichen kann ;o). Nein, ist keine Benachteiligung, ist zum Wohle der Menschheit ;o)... Links zum Thema: http://man-tau.blogspot.de/2013/04/sprache-als-gesinnungstest.html, http://man-tau.blogspot.de/2014/02/wie-man-durch-unfreiheit-freiheit.html
eelay 25.03.2014
3.
Ich war auch in Madrid und habe die Zeit auch unglaublich genossen. Obwohl man fachlich wohl eher weniger dabei lernt, bringt es einen persönlich unglaublich weiter. Dank diesem Aufenthalt spreche ich nun 4 Sprachen und arbeite in Frankreich ... eine Zeit lang :)
jacoru 25.03.2014
4. Erasmusstudenten in Griechenland brauchen starke Nerven
Eine deutsche Studentin schickte vor 3 Jahren entsetzt mehrere Bilder an unseren griechisch-deutschen Tierschutzverein. Auf dem Gelände der Universität Ioannina lagen 30 vergiftete Hunde quer über die Flure verteilt, die aus allen Körperöffnungen bluteten. Die Griechen haben sich nicht darüber aufgeregt, haben doch ihre eigenen Leute die Hunde dort ausgesetzt, weil so schön abseits. Außerdem wird dort regelmäßig vergiftet. Andere Länder, andere Sitten. Aber wie sagt man so schön. Reisen bildet! Europäische Gesetze interessieren nun mal nicht wenn keine wirtschaftlichen Interessen betroffen sind. Das hat die Studentin von ihrem Austausch zumindest mitgenommen.
aquarelle 25.03.2014
5.
Zitat von sysopREUTERSMobil wie nie: Zuletzt haben 35.000 junge Deutsche mit einem Erasmus-Stipendium im Ausland studiert oder gearbeitet. So viele wie nie zuvor. Besonders oft entscheiden sich Studenten für einen Aufenthalt in Spanien, Frankreich und Großbritannien. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/erasmus-so-viele-deutsche-studenten-wie-nie-nahmen-am-programm-teil-a-960651.html
Schon klar, und hierzulande wird sich darueber aufgeregt, dass mittlerweile z.B. deutlich mehr Briten an unsere Unis stroemen, und den armen deutschen Kindern die Studienplaetze weg nehmen... Von Erasmus halte ich nicht sonderlich viel. Ja, ist schoen, dass es vielen Studierenden einen Auslandsaufenthalt ermoeglicht allerdings glaube ich, dass das mehr mit Party zu tun hat als mit allem anderen.
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