Bewerbung um Exzellenzcluster 41 Hochschulen ziehen in Endrunde ein

88 Projekte von 41 Hochschulen sind noch im Rennen um die Förderung als Exzellenzcluster. Nur Unis, die im Wettbewerb gut abschneiden, haben auch Chancen auf einen Titel als Exzellenzuniversität.
Die Humboldt-Universität zu Berlin hat es in die Endrunde geschafft.

Die Humboldt-Universität zu Berlin hat es in die Endrunde geschafft.

Foto: Robert Schlesinger/ picture alliance / dpa

Ein internationales Expertengremium hat aus 195 Bewerbungen 88 Hochschulprojekte ausgewählt , die in der finalen Bewerbungsrunde um Exzellenzcluster konkurrieren. Das teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit, die den Wettbewerb im Auftrag von Bund und Ländern durchführt.

Bund und Länder hatten sich im vergangenen Sommer mit der neuen "Exzellenzstrategie" auf den Nachfolger der Exzellenzinitiative geeinigt. Der Wettbewerb wurde 2005 erstmals ausgelobt. Mit ihm sollte die Spitzenforschung und die Zukunftsfähigkeit der Unis gefördert werden. Die Exzellenzcluster sollen den Unis helfen, sich international sichtbar als konkurrenzfähige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen zu etablieren und zu vernetzen.

Die 88 ausgewählten Bewerbungen kommen von 41 Hochschulen aus 13 Bundesländern. Rund 40 Prozent der Projekte knüpfen an Exzellenzcluster an, die bereits in der vorausgegangenen Exzellenzinitiative gefördert wurden; rund 60 Prozent wurden für den Wettbewerb in der Exzellenzstrategie komplett neu konzipiert, teilte der DFG mit.

Die Unis müssen ihre Bewerbungsskizzen nun zu Förderanträgen ausarbeiten. Erst im September 2018 entscheidet die international besetzte Exzellenzkommission über die Gewinner. 45 bis 50 Projekte sollen es sein.

Studierendenvertretungen kritisieren Exzellenzstrategie

Die erfolgreichen Exzellenzcluster werden ab dem 1. Januar 2019 für sieben Jahre gefördert. Für alle Projekte zusammen sind jährlich rund 385 Millionen Euro Fördermittel vorgesehen. 75 Prozent zahlt der Bund, die restlichen 25 Prozent das Bundesland, in dem die Hochschule sitzt.

Die Entscheidung über die Exzellenzcluster ist eine wichtige Voraussetzung für eine Bewerbung als Exzellenzuniversität: Nur elf Unis können das Rennen gewinnen.

Studierendenvertretungen kritisieren die Exzellenzstrategie. Durch den Wettbewerb verkomme die wissenschaftliche Auseinandersetzungen zu einem behördlichen Verwaltungsakt, sagte Nathalie Schäfer, Vorstand des Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs).

Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) kritisiert, dass die Exzellenzstrategie nichts an der mangelnden Grundfinanzierung ändere, unter der zum Beispiel Hochschulen in Sachsen litten.

sun
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