Flüchtlinge Uni Potsdam will syrische Lehrer für deutsche Schulen fit machen

Sie lernen erst Deutsch und machen sich dann mit dem Schulsystem des Landes vertraut: Mit einem neuen Programm will die Universität Potsdam Lehrer aus Syrien und anderen Krisengebieten ausbilden.
Eingang zur Uni Potsdam (Archiv): Brücken bauen

Eingang zur Uni Potsdam (Archiv): Brücken bauen

Foto: Ralf Hirschberger/ picture alliance / dpa

Es ist eine Initiative, die es so in Deutschland noch nicht gibt: Die Universität Potsdam bildet ab diesem Sommersemester geflüchtete Lehrer aus. In dem Programm, das im April beginnt, lernen die Studenten zunächst 24 Stunden pro Woche Deutsch. Mit dem Wintersemester beginnt dann der fachspezifische Teil der Ausbildung.

Er soll die Flüchtlinge auf die Arbeit an deutschen Schulen vorbereiten. Hier lernen sie das deutsche Schulsystem kennen, besuchen Ausbildungsstätten und bilden Tandems mit deutschen Studenten.

Mit dem Ausbildungsprogramm soll der Pädagogenmangel ausgeglichen werden: Nach einem Bericht des RBB  fehlen Hunderte Lehrer an Schulen in Brandenburg. Miriam Vock, die für den akademischen Ausbildungsteil mitverantwortlich ist, sagte dem Sender, es sei bekannt, dass Schulpersonal wegen der geflüchteten Kinder fehle. "An die berufserfahrenen Lehrkräfte unter den Geflüchteten aus Syrien und anderen Ländern wurde dabei bisher jedoch noch nicht gedacht." Gerade sie könnten Brücken bauen, indem sie zwischen den geflüchteten Schülern, Eltern und den deutschen Schulen vermitteln.

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kha
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