Hochschul-Ranking Amerikas Schüler lieben Stanford

Nobelpreisträger, Milliardenvermögen und ein Platz an der Sonne: Laut einer neuen Umfrage wollen Schulabgänger in den USA am liebsten in Stanford studieren. Eltern würden ihre Kinder dagegen lieber auf einer anderen Nobel-Uni sehen.

AP

In den USA zerplatzt mancher Studientraum an den horrenden Studiengebühren -aber wenn es die nicht gäbe, wüssten die Schüler ganz genau, wo sie am liebsten studieren wollen. Wer seinen Highschool-Abschluss in der Tasche hat, ginge an die noble Privat-Hochschule Stanford im schönen Kalifornien.

Das neues Ranking der bei Schülern beliebtesten Unis erstellte "Princeton Review", ein Verlag, der Vorbereitungsbücher für die Aufnahmetest an amerikanischen Universitäten herausbringt. Für die alljährliche Umfrage wurden diesmal Antworten von 8219 Schulabgängern aus allen 50 Bundesstaaten der USA ausgewertet. Die Frage an die angehenden Akademiker: Was wäre deine Traum-Universität, wenn Geld keine Rolle spielt?

Die Absolventen sollten vorrangig aus dem Bauch heraus entschieden und ihre Wünsche weichen kaum von den üblichen Uni-Ranglisten ab: Hinter dem sonnigen Stanford gingen die Studieninteressenten am ehesten an eine Hochschule an der Ostküste: nach Harvard, an die New York University oder nach Princeton. Schon seit Jahren finden sich diese Spitzenuniversitäten in leicht abgewandelter Reihenfolge in den Ranglisten diverser Fachmagazine wieder - zuletzt in einer Sonderauswertung des Times-Higher-Education-Rankings über die weltweit angesehensten Hochschulen.

Eltern finden Harvard besser

Neben den Schülern wurden bei dieser Umfrage aber auch die Eltern potentieller Studenten gefragt, auf welche Uni sie ihren Nachwuchs vorzugsweise schicken würden. Im Gegensatz zu ihren Sprösslingen, sehen die ihren Nachwuchs zuerst in Harvard, erst dann kommt Stanford, gefolgt von Princeton und der Ingenieursschmiede Massachusetts Institute of Technology.

Die Studienkosten in den USA sind aus deutscher Sicht immens. An einer privaten Uni betragen die Gebühren meist mehr als 27.000 Dollar im Jahr. Anders als bei vielen Elite-Unis gilt in Stanford seit 2008 allerdings eine neue Sozialklausel: Dort müssen Studenten keine Studiengebühren mehr bezahlen, wenn das Familieneinkommen unter 100.000 Dollar liegt. Damit kann rund ein Drittel aller Bachelor-Studenten ohne Gebühren an einer der nobelsten Unis des Landes studieren. Andere Spitzen-Hochschulen helfen mit Stipendien für besonders begabte Bewerber aus armen Elternhäusern.

In den USA spielen Ranglisten eine wichtige Rolle bei der Wahl des Studienplatzes, dabei sind sie, wie in Deutschland auch, umstritten: Ob eine Hochschule für den Einzelnen die richtige Wahl ist, können vorgegebene Fragebögen kaum beantworten. Und weil es eben doch eine große Rolle spielt, was eine Familie sich leisten kann, bleibt Studieren in den USA für einige ein unbezahlbarer Traum.

jon

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demophon 30.03.2011
1. Beliebteste Uni
Dass Stanford ab dem Jahr 2008 bei Schülern die beliebteste Uni ist, liegt mit Sicherheit an der neuen Sozialklausel, nach der Studenten an dieser Spitzenuni keine Studiengebühren bezahlen müssen, wenn das Familieneinkommen unter 100 000 Dollar liegt. Ein Jahr davor war die beliebteste Top-Uni der USA noch die University of California, Los Angeles. http://www.campusgrotto.com/most-popular-college.html
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