Immer mehr Uni- und FH-Absolventen Nicht ohne meinen Bachelor

Hochschulabschlüsse werden immer beliebter: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Uni- und FH-Absolventen auf über 480.000 - ein historischer Höchststand.

Uni-Absolventen in Bremen
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Uni-Absolventen in Bremen


Es sollte, wenn möglich, schon ein akademischer Titel sein: Immer mehr Menschen in Deutschland beenden ihre Ausbildung mit einem Hochschulabschluss. Im Prüfungsjahr 2015 gab es nach Zahlen des Statistischen Bundesamts fünf Prozent mehr Hochschulabsolventen als 2014 - damit hat sich der Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt.

Im vergangenen Jahr erwarben demnach rund 481.600 Absolventen einen Studienabschluss an deutschen Hochschulen. Zehn Jahre zuvor hatten nur 252.482 Menschen einen Hochschulabschluss gemacht.

Bachelor vor Master

Am häufigsten ist inzwischen der Bachelor: 51 Prozent beendeten die Hochschule mit diesem Abschluss, knapp jeder Vierte mit einem Master. Rund neun Prozent der Abschlüsse machten Lehramtsprüfungen aus. Nur noch acht Prozent der Absolventen schlossen mit einem traditionellen Uni-Abschluss wie etwa einem Magister oder Diplom ab. Sechs Prozent erwarben eine Promotion, zwei Prozent machten einen traditionellen FH-Abschluss.

Die beliebteste Fächergruppe bei den Masterabschlüssen waren die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hier wurde rund ein Drittel der Abschlüsse abgelegt. Danach folgten die ingenieurwissenschaftlichen Fächer mit 27 Prozent, Mathematik und Naturwissenschaften mit 18 Prozent und Sprach- und Kulturwissenschaften mit 13 Prozent.

Gestiegen ist in den vergangenen Jahren nicht nur die Zahl der Absolventen insgesamt, sondern auch die der erfolgreichen ausländischen Studenten. Vor 20 Jahren waren es noch weniger als 10.000, im vergangenen Jahr schon 46.434.

him/dpa



insgesamt 34 Beiträge
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mettwurstlolli 30.09.2016
1. Nun ja
da kaum anzunehmen ist, dass die Quote überdurchschnittlich schlauer Mitbürger innerhalb von 10 Jahren um mehr als 90% gestiegen ist, ist nur anzunehmen, dass mehr und mehr Mitbürger einen Hochschulabschluss bekommen haben, die ihn vorher nicht bekommen hätten. Ob man das als Fortschritt betrachten muss, kann man ja mal dahingestellt sein lassen.
moritz27 30.09.2016
2. Da haben Sie
Zitat von mettwurstlollida kaum anzunehmen ist, dass die Quote überdurchschnittlich schlauer Mitbürger innerhalb von 10 Jahren um mehr als 90% gestiegen ist, ist nur anzunehmen, dass mehr und mehr Mitbürger einen Hochschulabschluss bekommen haben, die ihn vorher nicht bekommen hätten. Ob man das als Fortschritt betrachten muss, kann man ja mal dahingestellt sein lassen.
ein wahres Wort gelassen ausgesprochen.
Newspeak 30.09.2016
3.
Die Leute müssen mal realisieren, daß mehr Bachelorabschlüsse nicht mehr Stellen für Bachelors bedeuten. Was wir bekommen werden, ist eine Generation, der viel versprochen wird (Leistung lohnt sich, Bildung zahlt sich aus), was jetzt schon niemand zu halten bereit ist. Herzlichen Glückwunsch zu einer Generation, die vera... wird und sich irgendwann (hoffentlich) revanchieren wird.
PaulchenGB 30.09.2016
4. Mehr Hochschulabsolventen sagt erst einmal nicht viel aus
lässt doch eher die Vermutung zu, dass das Bildungsniveau an den Hochschulen gesunken ist. Unter den 100 besten Universitäten der Welt befinden sich doch gerade mal 4 deutsche Universitäten im letzten Drittel. Auch die PISA-Studien sprechen für sich.
someoneunreal 30.09.2016
5.
Den Vorrednern 1 und 2 gebe ich recht. Leider wird in vielen Bereichen ein Master gefordert wenngleich auch mit keinem Cent extra honoriert. Sobald sich jemand mit einem formal höheren Abschluss bewirbt, wird er ungesehen genommen. Ausbildung vor dem Studium zählt ebenso wenig. Das ist die Kehrseite und sehr traurig. Meiner Ansicht nach sollte wieder dazu übergegangen werden nicht jeden durchs Abitur zu schleifen. Lieber ein erstklassiger realschulabsvhluss als ein mäßig gutes Abi, mit dem man doch sowieso den NC des WunschFaches nicht knacken kann, das wird oft vergessen
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