Hütten & Paläste Studenten sind die besseren Mieter

Hanfpflanzen auf dem Balkon, Fahrräder im Treppenhaus: Studenten hausen wie die Wilden, sind Vermieter überzeugt. Doch weil man sie leicht wieder los wird, können die Mieten schneller steigen. Und in Uni-Städten steigen Immobilienpreise überdurchschnittlich schnell.


Bisher galten Studenten eher nicht als Vermieter-Lieblinge: Die Panik vor wilden WG-Partys oder Jungakademikern mit chronischem Geldmangel schreckten manchen Wohnungsbesitzer ab.

Mietwohnungen in Dresden
AP

Mietwohnungen in Dresden

Immobilienexperten zufolge sind jedoch gerade Studenten und Uni-Mitarbeiter die optimalen Mieter - jedenfalls was die Rendite betrifft.

Einer neuen Studie der Deutschen Bank zufolge haben sich die Preise von Eigentumswohnungen in Uni-Städten wie Heidelberg, Marburg, Münster, Würzburg oder Trier seit 1998 pro Jahr um 0,75 Prozentpunkte besser entwickelt als in den meisten anderen Städten.

"Der Zusammenhang ist plausibel", schreibt Analyst Tobias Just in seinem Gutachten. Zum einen seien viele Jobs an Universitäten konjunkturunabhängig. Zum anderen blieben viele Studenten nach dem Abschluss in ihrer Uni-Stadt - mit relativ hohen Gehältern.

Auch für Christian Wittke, Immobilienexperte bei der Berenberg Bank, ist das Ergebnis der Studie keine Überraschung: "Da es bei Studentenwohnungen einen recht häufigen Wechsel gibt, können die Eigentümer im Schnitt alle drei bis vier Jahre die Mieten an den Markt anpassen." Damit sich eine Immobilieninvestition lohne, müsste aber natürlich auch die Stadt an sich für ihre Bewohner interessant sein.

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© UniSPIEGEL 4/2009
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