Infos zum Begabungstest Dieser Weg wird kein leichter sein

Mehr als tausend Bewerber stellen sich im April dem Auswahltest der Studienstiftung des deutschen Volkes. Wer selbst mitmacht, kann hier schon mal vorglühen. Und wer sich für hochbegabt hält, ein paar Überraschungen erleben - die wichtigsten Infos zum Test-Parcours.

DDP

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Sie werden brüten, grübeln und glühen, sie werden mit sich ringen und auf Stiften kauen. Genau drei Stunden und 38 Minuten lang, plus Einführung und Pause, werden sie an Computern sitzen und 100 Aufgaben lösen, darunter ein paar zum Warmrätseln, die meisten schwierig bis extraschwierig. Nur wenige Kandidaten werden den gesamten Parcours mit Bravour bewältigen. Und viele am Ende zweifeln, ob sie wirklich reif fürs Stipendium sind.

1065 Studenten aus den ersten beiden Semestern haben sich zum neuen Auswahltest der Studienstiftung des deutschen Volkes angemeldet, die erstmals eine Selbstbewerbung zulässt. Am 17. und am 24. April wird in sieben deutschen Städten geprüft, was sie können. Und Mitte Mai erfahren alle Teilnehmer, ob sie den Sprung in die nächste, entscheidende Runde des Stipendiaten-Castings geschafft haben: die Auswahlseminare im Juni und Juli.

Mit der Prüfung, entwickelt von der ITB Consulting GmbH um den "Allestester"-Psychologen Günter Trost, will die Studienstiftung die "allgemeine Studienfähigkeit" unter die Lupe nehmen. Um schieres Wissen geht es dabei nicht, viel mehr um analytisches Denken. Die meisten Aufgaben könnten auch klassische Intelligenztests schmücken und sind in fünf Gruppen eingeteilt: Flussdiagramme interpretieren, Erschließen von Analogien, räumliches Vorstellen, Texte analysieren und Erschließen von Regeln. Die 100 Aufgaben sind minutengenau getaktet - um zum Beispiel 22 Körper im Kopf zu drehen und zu wenden, bleiben exakt 37 Minuten, kurz vor einer halbstündigen Pause.

Ohnedies ist das Regelwerk streng: keine Verspätung, keinerlei mögliche Hilfsmittel wie Bücher, Handys oder MP3-Player, nicht einmal Jacken dürfen mit in den Raum - und Lebensmittel nur in "vollständig durchsichtigen Tüten oder Dosen". Eine gelbe Karte gibt es für Kontaktaufnahme zu Sitznachbarn oder Störung anderer Teilnehmer, die rote etwa bei Öffnung weiterer Browserfenster im PC.

Vorbereiten aber darf man sich auf die Prüfung schon. Und das ergibt auch Sinn, gerade wenn man zum Beispiel noch nie mit Flussdiagrammen oder Wörter-Wolken zu tun hatte. Außerdem empfiehlt die Studienstiftung allen Teilnehmern, die Aufgabe in der vorgegebenen Reihenfolge zu lösen - die leichten zuerst, wegen des Übungseffektes. Und es wird auch durchaus zum Raten geraten: In Zeitnot wird fast jeder mal kommen. Da darf man schon mal per Zufall markieren, Punktabzüge für falsche Antworten gibt es nicht.

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