Bundestagsbeschluss Jurastudium wird um ein Semester verlängert

Fünf statt viereinhalb Jahre: Wer Jura studiert, kann sich in Zukunft ein bisschen mehr Zeit lassen. Der Bundestag hat die Regelstudienzeit in den Rechtswissenschaften verlängert.
Jurastudenten in einer Vorlesung an der Uni Leipzig: Sechs Monate mehr Zeit

Jurastudenten in einer Vorlesung an der Uni Leipzig: Sechs Monate mehr Zeit

Foto: Peter Endig/ picture alliance / dpa

Wer Jurist werden will, hat in Zukunft mehr Zeit für sein Studium. Der Bundestag beschloss in der Nacht zum Freitag einstimmig, die reguläre Studienzeit einschließlich der Prüfungen von viereinhalb auf fünf Jahre zu verlängern.

Die bisher geltende Regelstudienzeit sei zu knapp bemessen, heißt es zur Begründung im Gesetzentwurf. Durch die Reform der Juristenausbildung im Jahr 2002 sei die tatsächliche Studiendauer von durchschnittlich 9,6 Semestern auf 11,3 Semester angestiegen. Die Regelstudienzeit des Jurastudiums blieb jedoch unverändert.

Die gesetzliche Festlegung der Studiendauer ist für Studierende unter anderem deshalb wichtig, weil die staatliche Bafög-Förderung im Normalfall nur während der Regelstudienzeit gezahlt wird. Angehende Juristen, die Bafög beziehen, haben damit in Zukunft auch ein Semester länger das Recht auf Unterstützung.

him/dpa
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