Jurastudium Elite in Peking

Mit diesem Studiengang bekommt der Begriff Fachchinesisch eine ganz neue Bedeutung: In Peking baut die Universität Hamburg eine Eliteschule auf. Dort sollen chinesische Richter, Staats- und Rechtsanwälte hinzulernen.


Fachchinesisch von den Hanseaten lernen: Die Universität Hamburg errichtet federführend im Auftrag Chinas und der Europäischen Kommission eine Eliteschule für Juristen in Peking. Im Sommer dieses Jahres werden die ersten an der Europe-China School of Law (ECSL) ihr Studium beginnen. 5000 chinesische Richter und Staatsanwälte sowie 700 Anwälte sollen dort eine Zusatzausbildung erhalten.

Auch einen drei Semester dauernden Masterstudiengang für chinesische sowie europäische Studenten gibt es an der neuen Hochschule - wahlweise mit chinesischem oder europäischem Abschluss. "Wir bekommen jetzt häufig Anfragen von deutschen Studenten und Dozenten, die sich für die ECSL interessieren", sagt Hans-Heinrich Trute, Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät in Hamburg. Seine Hochschule hat sich in einem mehrmonatigen Verfahren gegen andere Unis durchgesetzt, die sich ebenfalls für das Projekt in China beworben hatten. Mit rund 35 Millionen Euro wird das Projekt aus Europa und China unterstützt.

Durch das europäische Engagement soll auch die Reform des chinesischen Rechtssystems vorangetrieben werden. "Wir wollen die ECSL zu einer international anerkannten und exzellenten Einrichtung für rechtswissenschaftliche Forschung und Lehre machen", erklärt Trute.



© UniSPIEGEL 1/2008
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