Lästige Lernhemmungen Wer aufschiebt, hat nicht mehr vom Leben

Morgen leg' ich richtig los: Über die Hälfte aller Studenten frönt der Taktik des Wegduckens und Ausweichens, wenn es ums Lernen für eine Prüfung geht. Eine neue Studie belegt jetzt: Extreme Aufschieberitis schadet der Leistung, dem Sozialleben und kann zum Studienabbruch führen.

Zu Stress führt das Studium erwartungsgemäß vor allem, wenn es um Noten geht
Corbis

Zu Stress führt das Studium erwartungsgemäß vor allem, wenn es um Noten geht


Schnell und effizient studieren, das wollen die meisten Studenten. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Viele Studenten kennen nur zu gut, was eine neue Untersuchung als "studienbezogene Lern- und Arbeitsstörungen" bezeichnet.

Aufschieben und ausweichen - das scheinen beliebte Manöver im Lernalltag zu sein. Rund 60 Prozent der befragten Studenten berichten davon, dass sie Wichtiges liegenlassen und lieber Nebensächliches erledigen. Fast ebenso viele klagen über Konzentrationsschwierigkeiten und leichte Ablenkbarkeit.

Die Forscherinnen Karin Schleider und Marion Güntert von der Pädagogischen Hochschule Freiburg warnen in der aktuellen Ausgabe der "Beiträge zur Hochschulforschung" davor, solche Probleme in der Selbstorganisation zu unterschätzen.

"In der Konsequenz verschlechtern sich die Lern- und Arbeitsleistungen betroffener Studierender maßgeblich, sowie häufig auch die sozialen Beziehungen", schreiben sie. "Als Spätfolge kann es zu lang andauernden Unterbrechungen und schließlich zum Studienabbruch kommen."

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Prominente Studienabbrecher: Es gibt ein Leben nach der Uni

Was aber löst die Störungen aus? Zu Stress führt das Studium erwartungsgemäß vor allem dann, wenn es um Noten geht. Als Auslöser für die lästigen Lernpannen nennt fast jeder zweite Befragte die Vorbereitung von mündlichen Prüfungen oder Klausuren.



insgesamt 13 Beiträge
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baiatul, 02.12.2009
1. Tja
Zitat von sysopMorgen leg' ich richtig los: Über die Hälfte aller Studenten frönt der Taktik des Wegduckens und Ausweichens, wenn es ums Lernen für eine Prüfung geht. Eine neue Studie belegt jetzt: Extreme Aufschieberitis schadet der Leistung, dem Sozialleben und kann zum Studienabbruch führen. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,656559,00.html
Naja, wer lernt und büffelt schon gern? Für irgendwelche unangenehmen, weltfremden Prüfungen. Deren Fragen das wahre Leben nie mehr stellt. In jungen Jahren, während das wahre Leben vorbei zieht. Mit der Aussicht, eine Prüfung zu schaffen, die dann noch mehr Prüfungen ermöglicht, bis zur Hauptprüfung. Welche dann u.U. direkt in die Arbeitslosigkeit führt. Ich denke, man sollte Prüfungen sehr selten abhalten. Stattdessen viel mehr im Teamwork Dinge erarbeiten. Und auch die Prüfungen dann eher aus einer Summe von Workshops aufbauen. Bei denen halt jeder seinen Auftritt hat. Und bestanden ist, wenn die meisten seiner Auftritte soweit ganz okay waren. Aber immer mit Mut zum Fehler. So lernt der Mensch am Besten. Wirklich geprüft, mit so einer richtigen klassischen Prüfung, müssen doch nur ganz spezielle Dinge werden. Prüfungen für jeden Kack widersprechen der Natur des Menschen und sind kontraproduktiv. Das merken halt die meisten Menschen instinktiv.
Mulharste, 02.12.2009
2. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:
Zitat von sysopMorgen leg' ich richtig los: Über die Hälfte aller Studenten frönt der Taktik des Wegduckens und Ausweichens, wenn es ums Lernen für eine Prüfung geht. Eine neue Studie belegt jetzt: Extreme Aufschieberitis schadet der Leistung, dem Sozialleben und kann zum Studienabbruch führen. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,656559,00.html
Was muss man studieren, um zu dieser Expertenerkenntnis fähig zu sein? Das Leben?
Dr_Lecter 02.12.2009
3. Informationsgehalt
Was für ein dürftiger Artikel. Keine neuen Erkenntnisse, gut nur, dass es nur ein paar Sätze sind. Der letzte ist allerdings verblüffend: Auslöser für den Stress sind zur Hälfte Klausuren und Prüfungen. Da sollte wohl einer einen Artikel schreiben und hat das eine Minute vor Abgabe schnell hingerotzt? Setzen, sechs!
renee gelduin 02.12.2009
4. Nachholbedarf
Mich hätten einige weitere Details ebenso interessiert. Ausserdem denke ich, dass man das nicht über den Kamm scheren sollte. Wenn ich an mich selber denke, arbeite ich neben dem Studium (u.A. wegen Studiengebühren, Wohnung, Essen usw) bis ueber 20h in der Woche, dazu kommt Sport (ca 10 bis 15h) und von Uni wegen habe ich ohnehin noch 40h+. Da ist aber noch lange keine Lern-, Nach- oder Vorbereitungszeit drin ! Soziales Leben nebenher auch nicht wirklich, wenn man mal davon absieht dass ich Teamsport betreibe. Glücklicherweise bin ich relativ effektiv was das Handling des ganzen angeht, mit Laptop erspart man sich viel Arbeit, da hätte ich wohl schon längst aufgegeben. Was universitär zu bemängeln ist, wäre noch die in meinen Augen unangemessenen Zeiten, nehmen wir zB das jetzige Wintersemester. Vorlesungen beginnen ca 1 Woche vor den Übungen und Tutorien im Oktober und enden ca Anfang bis Mitte Februar. Die Übungen und Tutorien meistens Anfang Dezember. Lernzeit bleibt also Weihnachten lediglich, und fällt damit auf die Zeit in der man (eigentlich) seine Familie sieht... Fragen rund um das Fachthema kann man im Prinzip noch fernmündlich stellen aber nicht mehr in Übungen oder Tutorien genauer er- und aufarbeiten. Teils beginnen sogar Prüfungen während der letzten Vorlesungswoche (wie gesagt ca Anfang/Mitte Februar), anstatt nach den Vorlesungen doch noch ein paar Wochen Lernzeit zu geben (Sem geht ja bis Anfang April !). Letztes Semester empfing uns der Prüfer zur Vorlesung mit den Worten, wir sollten aufpassen weil hier die meisten durchfallen... dennoch wurde die Klausur vorgezogen (!) in die letzten Vorlesungswochen. Das ist ziemlich sinnfrei... Gibt viele Dinge die zu bemängeln wären, und selbstverständlich sollte auch Eigenkritik nicht fehlen, aber ein wirklich gut organisiertes Studium sieht in meinen Augen ganz anders aus, zumal ja Bereitschaft zu studieren absolut vorhanden ist. Nur wird man in eine Richtung gezwungen und kann sich kein eigenes Profil zulegen, weil einfach auch die Zeit fehlt... Letzter Punkt wohl auch dass Prüfungen in meinen Augen fehlgeleitet sind dahingehend dass sie einfach das spätere Anforderungsprofil nicht erfüllen. Wenn ich einen Auftrag habe, dann steht mir jedwede Informationsquelle zur Verfügung, wieso also nicht Klausuren genauso handhaben ?? Natürlich müsste die Qualität oder/und Quantität höher sein, aber sinnloses Auswendiglernen hilft auch für später nicht. Dagegen schnelles und effektives Abarbeiten unter zuhilfenahme anderer Quellen hat einen guten Nebenlerneffekt.
mainstream02 02.12.2009
5. welch wahnsinnige Erkenntnis
da haben die von irgendeiner Förderstelle mal wirklich ein wichtiges forschungsvorhaben gefördert
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