Massaker an US-Uni Deutsche Studenten sind wohlauf

Sechs Austauschstudenten der Technischen Universität Darmstadt haben das Blutbad in Blacksburg unversehrt überlebt, ebenso wie zwei Studenten aus Münster. Viele haben sich per E-Mail bei der deutschen Partneruniversität gemeldet.


"So viel wir wissen, geht es allen gut", sagt Jörg Feuck, der Sprecher der Technischen Universität Darmstadt (TUD). Nach seinen Angaben halten sich derzeit sechs Darmstädter Studenten und Nachwuchswissenschaftler, vor allem Maschinenbauer, im Rahmen von Austauschprogrammen an der Universität in Blacksburg auf. Sie hielten ständig Kontakt zur TUD.

Eine Gruppe aus Darmstadt habe sich auf den Weg zur Virginia Tech gemacht, um den deutschen Studenten ihre Hilfe anzubieten. Sie war gerade in die USA gereist, um die Partneruniversitäten zu besuchen.

Die TUD unterhält seit dem Frühjahr 2004 eine enge Kooperation mit der amerikanischen Universität, die ebenfalls stark technisch-naturwissenschaftlich geprägt ist. Das Programm umfasst den Austausch von Studenten insbesondere in den Fachbereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnik, Bauingenieurswesen und Informatik.

Professor Reiner Anderl, Vize-Präsident der TU Darmstadt mit Lehrauftrag an der Virginia Tech, wandte sich in einer E-Mail an Charles Steger, den Präsidenten der amerikanischen Partneruniversität. Anderl schrieb unter anderem: "Für das, was passiert ist, kann ich keine Worte finden. Wenn Sie Hilfe brauchen, lassen Sie es uns bitte wissen. Wir teilen das Leid und sind in dieser harten Zeit bei Ihnen."

Auch zwei Studenten der Uni Münster haben den "schrecklichen Amoklauf unbeschadet überstanden", wie die Münsteraner Hochschule am Dienstag mitteilte. Sie unterhält ebenfalls eine Hochschulpartnerschaft mit der Virginia Tech. Der Student und die Studentin halten sich derzeit im Rahmen eines Austausches in Blacksburg auf.

kat/dpa



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