Preise in der Mensa Das billigste Mittagessen für 75 Cent

Die Spannbreite reicht vom Gegenwert einer Briefmarke bis zu 5,90 Euro: Die Preise für ein Mensa-Essen an deutschen Hochschulen schwanken stark, zeigt eine Studie.
Mensabesucher an der Universität Freiburg

Mensabesucher an der Universität Freiburg

Foto: Rolf Haid / picture alliance / dpa

Studieren und dabei möglichst preiswert essen? Das geht an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität am besten: Die Uni in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt hat die günstigste Mensa in Deutschland. Ganze 1,50 Euro bezahlen Studenten hier im Durchschnitt für ihr Mittagessen. Das ist bundesweit der mit Abstand niedrigste Preis, zeigt eine noch unveröffentlichte Studie, die dem SPIEGEL vorliegt.

Im Schnitt werden an den untersuchten Hochschulen 2,20 Euro fällig. Das Vergleichsportal "Netzsieger " hatte einen Monat lang das Mittagsangebot in den Mensen der 40 größten deutschen Universitäten und Fachhochschulen verglichen. Dabei kamen enorme Preisunterschiede zutage: Die Mainzer Mensa bot für 0,75 Euro das unschlagbar günstigste Gericht an, in Würzburg (5,85 Euro) und Kiel (5,90 Euro) gab es die teuersten Essen.

Deutliche Unterschiede gibt es auch bei dem, was die Studenten für ihr Geld erhalten: Mal beschränkt sich das Angebot auf das Hauptgericht, mal sind Salat und Nachtisch mit dabei.

Beim Vergleich der Durchschnittspreise lagen 28 der untersuchten Hochschulen über dem deutschen Mittelwert von 2,20 Euro - den als einzige ganz genau die Mensa der TU Dortmund trifft. Besonders preiswert ist das Mittagessen außer in Düsseldorf auch noch in Duisburg, München und Berlin.

Bundesweit betreiben die Studentenwerke insgesamt gut 400 Mensen an Fachhochschulen und Universitäten. Dort werden pro Jahr 90 Millionen Mahlzeiten an Studenten ausgegeben - mit steigender Tendenz. Beim Studierendenwerk Mainz etwa stand am Dienstag ein "hausgemachter Berliner Erbseneintopf" auf der Speisekarte - vegan und für unschlagbare 50 Cent pro Portion. Damit war das Essen noch günstiger als im für die Studie untersuchten Zeitraum.

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