Mensa-Statistik Geil, es ist SchniPo-Tag

Schnitzel, Pommes, Currywurst: Das sind die Renner unter Studenten - und: veganes Essen. Im Dauerstress sind die Mensen allerdings aus einem ganz anderem Grund.
Schnitzel mit Pommes: eines der Lieblingsessen von Studenten

Schnitzel mit Pommes: eines der Lieblingsessen von Studenten

Foto: imago

Dass sie wählerisch seien, müssen sich deutsche Studenten nicht nachsagen lassen. "Schnitzel-Pommes oder Currywurst-Pommes sind nach wie vor die Renner", sagt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). Von "SchniPo"-Tagen sprechen die Mensa-Leiter gerne - als Abkürzung für Schnitzel-Pommes.

Acht von zehn Studenten essen in der Mensa, meistens mittags und im Schnitt dreimal pro Woche, schreibt Meyer auf der Heyde in einem Beitrag für die Zeitschrift "Forschung & Lehre ". Und er listet auf, was die 58 örtlichen Studentenwerke in Sachen Essensverpflegung anschieben:

  • In den bundesweit 955 hochschulgastronomischen Einrichtungen - dazu zählen Mensen, Cafeterien, Cafébars, Bistros und Restaurants - werden jährlich mehr als 90 Millionen Essen und 200 Millionen Snacks zubereitet.
  • Rein rechnerisch kommt auf jeweils zehn Studenten ein Mensasitzplatz - knapp 250.000 gibt es bundesweit.
  • Ein vollwertiges Mittagsgericht kostet im Durchschnitt zwischen 2 Euro und 2,70 Euro.
  • Der durchschnittliche Mensagast ist männlich und studiert Medizin, Mathematik, Natur- oder Ingenieurwissenschaften.
  • Und: Der Anteil vegetarischer und veganer Speisen am Mensaessen macht inzwischen mehr als 50 Prozent aus, denn der Anteil der Studenten, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, steigt stetig.
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Was nach gastronomischem Großbetrieb klingt, hat allerdings einen Haken: "Mit dem starken Anstieg der Studierendenzahl können die Mensakapazitäten der Studentenwerke an vielen Standorten nur schwer mithalten", sagt Meyer auf der Heyde. Während die Studienplätze ausgebaut werden, fehlen oft begleitende Mittel für den Ausbau von Wohnheimen und Verpflegungsangeboten, sagt der DSW-Generalsekretär: "Die Mensen sind, wenn man so will, Dauerstress ausgesetzt."

Meyer auf der Heyde fordert deshalb von Bund und Ländern einen "Hochschulsozialpakt", der - analog zu den Hochschulpakten - auch die soziale Infrastruktur der Hochschulen ausbaut.

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