Mietpreise in Uni-Städten So teuer sind WG-Zimmer

Für Studenten ist es oft schwer, bezahlbare Zimmer in Uni-Nähe zu finden. Eine Analyse von Wohnungsangeboten zeigt, in welchen Städten die Mieten besonders teuer sind - und wo es noch bezahlbare WG-Zimmer gibt.
Studenten-WG

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Foto: imago/Westend61

Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Semesterstart. Tausende neue Studenten wollen in die Uni-Städte ziehen und suchen nach Unterkünften - und an ihrer Not verdient mancher Vermieter gut. Das zeigt eine Analyse der "Wirtschaftswoche" , für die das Maklerunternehmen Homeday im Auftrag des Magazins die Mietpreise in 75 Uni- und Hochschulstädten mit denen von 2015 verglichen hat. Verwendet wurden Daten von zehn Millionen konkreten Wohnungsangeboten.

Das Ergebnis: Im Schnitt sind die Mieten für WG-taugliche Wohnungen in den vergangenen drei Jahren um zwölf Prozent gestiegen. Am stärksten trafen die Mieterhöhungen Uni-Städte wie München, Berlin, Stuttgart und Passau. Hier waren es sogar mehr als 20 Prozent.

470 Euro kalt für ein WG-Zimmer - oder 160 Euro

Teuerster Wohnungsmarkt ist mit Abstand München. Der Analyse zufolge stiegen die Mieten hier um fast ein Viertel. Wer etwa eine 75-Quadratmeterwohnung miete, müsse dafür kalt durchschnittlich 1410 Euro im Monat zahlen, hieß es. In einer Dreier-WG wären das bei 17,60 Euro pro Quadratmeter für jeden Bewohner 470 Euro im Monat - ohne Heizung, Wasser, Strom und weitere Nebenkosten, so die Rechnung.

Nach München sind die teuersten Uni-Städte demzufolge Frankfurt, Stuttgart, Konstanz, Freiburg und Hamburg. Keine einzige der untersuchten Städte verzeichnete einen Rückgang der Mieten.

Aber: Es gab auch Hochschulstandorte, in denen die Mieterhöhungen geringer ausfielen - wie etwa Jena, Chemnitz, Greifswald, Senftenberg und Saarbrücken. Hier stiegen die WG-Mieten nur um 2,5 bis 2,7 Prozent an.

Und es gibt auch Städte, in denen Wohnungen noch weniger als sechs Euro Miete pro Quadratmeter kosten - zum Beispiel Wittenberg, Chemnitz, Senftenberg, Salzgitter, Cottbus und Iserlohn. In einer Dreier-WG in der Größe von 75 Quadratmetern zahlt jeder Bewohner somit weniger als 160 Euro im Monat.

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