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21. Juni 2016, 09:54 Uhr

NC-Fächer im Überblick

Hier stehen die Chancen auf einen Studienplatz am besten

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Fast jeder zweite Studiengang ist mit einem NC belegt. Doch oft reicht schon die Bewerbung in einem anderen Bundesland, um noch einen Platz im Wunschfach zu kriegen. Die Übersicht.

Das Abitur ist gerade geschafft, da steht die nächste Hürde an. Fast die Hälfte aller Studiengänge in Deutschland ist mit einem Numerus clausus belegt: 41,5 Prozent. Das geht aus dem Numerus-clausus-Check des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervor, der am Dienstag vorgestellt wird und SPIEGEL ONLINE vorliegt.

Studiengänge werden zulassungsbeschränkt, wenn die Hochschulen weniger Plätze als Bewerber haben. Deshalb müssen sie eine Auswahl treffen, die sich oftmals nach der Durchschnittsnote auf dem Zeugnis für die Hochschulreife richtet. Manchmal spielen auch noch andere Kriterien eine Rolle, etwa Eignungstests, Auswahlgespräche und Wartezeiten.

Die gute Nachricht für Abiturienten: Im Vergleich zu früheren Jahren ist der Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge in diesem Jahr leicht gesunken, am deutlichsten in Bayern und Bremen. 2015 lag die Quote der NC-Studiengänge bundesweit noch bei 42 Prozent. Vor drei Jahren waren sogar 45,5 Prozent der Studienangebote zulassungsbeschränkt.

Abhängig vom Bundesland und Fächerwunsch gibt es allerdings immense Unterschiede. In Hamburg sind in Mathematik und Naturwissenschaften sowie Sprach- und Kulturwissenschaften mehr als 90 Prozent der Studiengänge mit einem NC belegt. Damit ist es in der Hansestadt deutlich schwieriger, für diese Fächer einen Studienplatz zu bekommen als in anderen Bundesländern. Dafür haben es Bewerber für Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Hamburg leichter als etwa im Saarland, wo mehr als 80 Prozent der Studiengänge in diesem Bereich zulassungsbeschränkt sind.

Der Überblick nach Bundesländern:

Es kommt auf das Studienfach an:

Fachhochschule oder Universität, Bachelor oder Master?

Für die aktuelle Übersicht haben die CHE-Experten die Datenbank aus dem Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz ausgewertet, in der Unis und Fachhochschulen ihre Studiengänge eintragen können. Grundlage der Analyse waren 18.000 Studienangebote.

CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele wertet den Rückgang der zulassungsbeschränkten Studiengänge als Hinweis darauf, dass die Hochschulen das "Studierendenhoch" zunehmend bewältigen. Er bemängelt aber auch, dass Abiturienten beim Thema NC noch oft allein gelassen werden: "Die teilweise hochkomplexen Auswahl- und Berechnungsverfahren und die großen regionalen Unterschiede sind alles andere als selbsterklärend."

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