Neuer Rekord 163.000 ausländische Studenten

Das intensive Werben deutscher Hochschulen um Gaststudenten zeigt Wirkung, die Zahl ausländischer Studenten hat eine neue Höchstmarke erreicht. Für Chinesen und Polen ist ein Studium in Deutschland besonders attrativ.


Ausländische Studenten (in Hamburg): Deutlich mehr Zulauf
DPA

Ausländische Studenten (in Hamburg): Deutlich mehr Zulauf

Seit Jahren trommeln die Universitäten und Fachhochschulen und starten sogar zu Werbetouren in Asien, um mehr Studieninteressenten aus dem Ausland nach Deutschland zu locken. Nun ist die Zahl der ausländischen Studenten auf einen Höchststand geklettert: Wie die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf bisher unveröffentlichte Daten des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) berichtete, studierten im vergangenen Jahr 163.000 so genannte Bildungsausländer in Deutschland. Sie haben ihre Hochschulreife anderswo erreicht, während "Bildungsinländer" zwar formal keinen deutschen Pass haben, aber Schulen in Deutschland besucht haben.

Die Zahl der Bildungsausländer stieg dem Bericht zufolge seit 1997 um 63 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Studenten erhöhte sich im selben Zeitraum von 5,5 Prozent auf 8,4 Prozent. Mit 20.000 Studenten stellten Chinesen die größte Gruppe unter den Ausländern. Allein von 2002 bis 2003 sei ihre Zahl um fast 50 Prozent gestiegen, hieß es. Die zweitgrößte Gruppe seien Polen mit rund 10.000 Studenten.

Allerdings ist die Abbrecherquote unter den Auslandsstudenten relativ hoch. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) forderte daher "eine deutliche Verbesserung der Betreuung ausländischer Studenten". Dazu zählten auch Deutschkurse. Bulmahn sagte, es sei bekannt, "dass viele Studenten auch an der Sprache scheitern".

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