Ranking Gastforscher bevorzugen München und Berlin

Wohin zieht es ausländische Spitzenforscher, die nach Deutschland kommen? Vor allem nach Berlin und München, wenn man einem aktuellen Ranking der Humboldt-Stiftung glauben darf. Doch auch kleinere Uni-Städte erweisen sich als ausgesprochen attraktiv.


Rankings für Universitäten gibt es wie Sand am Meer. Nach diesem oder jenem Gesichtspunkt können Hochschulen geordnet und die Sieger gekürt werden. Die Humboldt-Stiftung hat versucht zu ermitteln, welche deutschen Unis im Ausland einen besonders klangvollen Namen haben. Das Ranking wurde folgendermaßen erhoben: Untersucht wurde, wie attraktiv die Hochschulen für ausländische Wissenschaftler sind, die mit einem Stipendium für einen Forschungsaufenthalt nach Deutschland kommen. Weil sich die Humboldt-Stipendiaten selbst aussuchen können, wo sie forschen, gilt das als passabler Indikator.

Forscher bei der Arbeit: "Qualitätssiegel für die internationale Reputation deutscher Gastgeber"
DPA

Forscher bei der Arbeit: "Qualitätssiegel für die internationale Reputation deutscher Gastgeber"

Je nach Fachbereich ergibt das Ranking ein unterschiedliches Bild. Ausländische Naturwissenschaftler forschen der Rangliste zufolge am liebsten an der TU München, an der Uni Heidelberg und an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität. Ingenieure bevorzugen die TU Darmstadt, die TH Aachen und die Uni Stuttgart. Mediziner, Biologen und Agrarwissenschaftler gehen am liebsten an die Uni München, nach Freiburg oder nach Tübingen. Juristen, Geistes- und Sozialwissenschaftler ziehen FU und HU Berlin und die LMU München vor.

Unabhängig vom Fachbereich verzeichnete die Uni München die höchste Zahl an Humboldt-Stipendiaten, gefolgt von der FU Berlin und der Berliner Humboldt-Uni. Die Professoren, die am meisten Stipendiaten gewinnen konnten, saßen an den Universitäten in Bayreuth, Heidelberg und an der TU München.

"Ein Spitzenplatz im Humboldt-Ranking ist gleichzeitig ein Qualitätssiegel für die internationale Reputation deutscher Gastgeber", sagte Humboldt-Generalsekretär Georg Schütte. Der Ruf der deutschen Wissenschaft ist im Ausland sei "viel besser, als manch pessimistische Diskussion hierzulande glauben macht"

chs/dpa/AFP



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