Ranking Harvard und Princeton an der Spitze

Schon 2003 teilten die Eliteschmieden Harvard und Princeton sich den ersten Rang in einem führenden Ranking, auch dieses Jahr gehen sie gemeinsam durchs Ziel. Die besten Unis in den USA sind allesamt privat. Erst auf Platz 21 folgt die erste staatliche Hochschule.


Uni Harvard: Ein Ruf wie Donnerhall
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Uni Harvard: Ein Ruf wie Donnerhall

Die Konkurrenz unter den amerikanischen Top-Universitäten ist hart. Ihr guter Ruf spielt eine große Rolle für die Studienentscheidungen der Schulabsolventen. Während deutsche Abiturienten eher nach Heimatnähe und nach dem Freizeitangebot der Uni-Städte schauen, orientieren sich Bewerber in den USA viel stärker an Ranglisten. Und die Studienanfänger bringen mit ihren Gebühren auch viel Geld, das die Unis wiederum brauchen, um ihre Position behaupten oder verbessern zu können.

Deshalb werden Studieninteressenten und auch ihre Eltern genau hinschauen, wenn am Montag die neue Ausgabe des Magazins "U.S. News & World Report" mit einem der wichtigsten Hochschulrankings an die Kioske kommt. Die Nobel-Unis Harvard und Princeton bleiben darin gemeinsam unangefochtene Spitzenreiter. Harvard war bereits im vergangenen Jahr auf Platz 1, Princeton sogar ununterbrochen in den letzten fünf Jahren. Ebenfalls aufs Treppchen schaffte es als einer der großen Rivalen Yale, wo einst - mit mäßigem Erfolg - auch George W. Bush studierte.

Seit fünf Jahren vorn: Uni Princeton
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Seit fünf Jahren vorn: Uni Princeton

Dahinter folgen die University of Pennsylvania sowie, alle zusammen auf dem fünften Platz, Duke, das MIT und Stanford. Insgesamt gab es im Ranking des Magazins wenig Bewegung gegenüber dem Vorjahr. Auch das California Institute of Technology, Columbia und Dartmouth schafften den Sprung in die Top Ten; Cal Tech gilt zudem als die Universität mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein Studium an den besten Universitäten kann nämlich ziemlich teuer werden: Harvard und Princeton etwa verlangen Studiengebühren von über 30.000 Dollar (24.400 Euro) pro Jahr - ohne Unterkunft und Verpflegung. Staatliche Universitäten kosten oft nur die Hälfte, aber keine einzige konnte sich unter den ersten 20 einreihen.

Rankings beantworten nicht alle Fragen

Erst auf Rang 21 folgt die University of California in Berkeley, knapp dahinter die ebenfalls staatlichen Universitäten von Virginia und Michigan. Ihnen haben die Mittelkürzungen des Staates offenbar wenig anhaben können - zumindest bisher: "Es dauert eine Weile, bis die Budgetstreichungen sich an den Universitäten auswirken", so Brian Kelly vom "U.S. News & World Report".

Berkeley: Führend unter den staatlichen Unis
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Berkeley: Führend unter den staatlichen Unis

Zu den wichtigsten Kriterien für das Urteil des Magazins zählen die Absolventen- und Dozentenzahlen, die Ausstattung und Forschungsmöglichkeiten, die Finanzlage, die Bewerberauswahl und die Spendenfreudigkeit der Absolventen.

Wie in Deutschland sind solche Ranglisten auch in den USA umstritten. An schlecht plazierten Hochschulen sorgen sie für lange Gesichter und machen selbst lorbeerbekränzte Universitäten nicht zwangsläufig glücklich. Natürlich freue man sich über die Beurteilung als herausragende Universität, heißt es etwa in einer Stellungnahme aus Princeton - aber schematische Rankings könnten weder die Besonderheiten einer Hochschule erfassen noch die Frage beantworten, ob sie die richtige Wahl für einen einzelnen Studenten sei.

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