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Rangliste: Die beliebtesten deutschen Hochschulen

Foto: A3464 Rainer Jensen/ dpa

Rangliste beliebtester Unis Berlin, Berlin, wir wollen nach Berlin

In Hochschul-Rankings zogen die Münchner oft an den Berliner Unis vorbei - nicht so in diesem: Eine neue Rangliste der Humboldt-Stiftung zeigt, dass Gastwissenschaftler am liebsten in der Hauptstadt forschen. Grämen müssen sich die Bayern trotzdem nicht.

Gefühlt gibt es so viele Hochschul-Rankings wie Unis. Berliner Universitäten landen dabei nicht unbedingt auf Spitzenplätzen, umso mehr dürfte sie eine neue Rangliste der Alexander von Humboldt-Stiftung freuen, über die das manager magazin in seiner neuen Ausgabe exklusiv berichtet. Demnach sind die Berliner Unis bei ausländischen Top-Wissenschaftlern am beliebtesten.

Ein Ranking ist nur so aussagekräftig wie die Frage, die dahinter steckt. Einige vergleichen, wie viel Drittmittel die Unis einsammeln. Andere fragen: Wie viel publizieren die Wissenschaftler einer Uni? Was denken Arbeitgeber über die Absolventen? Was Studenten über ihre Professoren?

Die Humboldt-Stiftung analysierte nun, welche deutsche Uni in den vergangenen Jahren die meisten Gastwissenschaftler angezogen hat. Auf dem ersten Platz landet die Freie Universität (FU) Berlin, auf dem zweiten die Humboldt-Universität (HU) Berlin und auf dem dritten die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Dabei entschieden sich - gemessen an der Größe der Uni - fast doppelt so viele ausländische Wissenschaftler für Berliner wie für Münchner Hochschulen. Ein Ergebnis, das überrascht - schließlich werden die Münchner Elite-Hochschulen oft gerühmt.

Die unabhängige Humboldt-Stiftung vergibt jährlich Stipendien an ausländische Wissenschaftler, die in Deutschland forschen wollen. Zwischen 2007 und 2011 kam es so zu rund 6000 Forschungsaufenthalten. Für die Rangliste wertete die Stiftung nur jene aus, die mindestens einen Monat dauerten, wenn ein Wissenschaftler mehrmals am gleichen Ort forschte, rechnete sie es als einen Aufenthalt.

Welchen Gastgeber ein Stipendiat wählt, bleibt ihm überlassen. Möglich, dass sich die Wissenschaftler allein wegen der hippen Hauptstadt für HU und FU entschieden haben. Wahrscheinlich ist aber, dass die hochqualifizierten Stipendiaten bei ihrer Wahl auch genau abwägen, welche Forschungseinrichtung sie in ihrer wissenschaftlichen Karriere voranbringt. Demnach lässt ihre Wahl auch Rückschlüsse auf die Attraktivität deutscher Hochschulen im Ausland zu.

Die Humboldt-Stiftung wertete neben der Gesamt-Rangliste auch die einzelnen Wissenschaftsbereiche aus: Bei den Geistes- und Sozialwissenschaften belegte die FU Berlin den ersten Platz, die HU Berlin den zweiten und die Uni Freiburg den dritten Platz. Im Bereich Lebenswissenschaften, Medizin und Biologie beispielsweise, führt ebenfalls die FU Berlin die Rangliste an, gefolgt von der Uni Potsdam und der TU Kaiserslautern. Bei den Naturwissenschaften liegt die Uni Regensburg vorn, gefolgt von der Uni München und der Uni Bielefeld. Bei der Ingenieurwissenschaften belegte die Uni Göttingen Platz eins, die Uni Münster Platz zwei und die HU Berlin immerhin Platz drei.

Auch die Gastaufenthalte in außeruniversitären Einrichtungen und sonstigen Hochschulen wertete die Stiftung aus. Dabei genießen die Max-Planck-Gesellschaften (MPG) den besten Ruf: Das Berliner Fritz-Haber-Institut der MPG führt dieses Ranking an, gefolgt vom Max-Planck-Institut (MPI) für ausländisches Recht und Völkerrecht in Heidelberg sowie dem MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam.

Die Rankings im Überblick

Deutschlands international renommierteste Unis

fln
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