Studenten und ihre Roboter Wir lieben Maschinen

Sie spielen Fußball, retten Menschen und lächeln dabei: Bei einer Robotermeisterschaften in Magdeburg ließen Schüler und Studenten ihre Maschinen aufeinander los. Die Besten fahren zur WM.


Fotostrecke

13  Bilder
Robotermeisterschaft: Gestatten, mein Name ist Nao
Sie heißt Lisa, lächelt Besucher an und hält einen Becher in der Hand. Aber Lisa ist kein Mensch, sondern ein Roboter. Der gehört zum Team der Uni in Koblenz. Die Studenten zählen zu den mehr als 950 Teilnehmern aus 16 Nationen, die seit Donnerstag in Magdeburg, Sachsen-Anhalt, um den Titel bei der Robotermeisterschaft kämpfen.

Roboter der Schülerteams konkurrieren unter anderem in den Disziplinen Tanz und Fußball um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Brasilien. Studenten und Wissenschaftler zeigen Geräte, die in der Industrie oder in den Bereichen Rettung und Service eingesetzt werden können.

So ein Service-Roboter ist auch Lisa. Sie kann Gegenstände greifen und halten, Menschen folgen "und sogar eine Kaffeemaschine anstellen", erzählt die 21-jährige Greta Rettler von der Uni Koblenz. Ihr Ziel: Lisa solle beispielsweise irgendwann auf Hilferufe reagieren und es verstehen, wenn sie einen bestimmten Raum aufräumen soll.

Erste Staubsauger-Roboter haben bereits heimische Wohnzimmer erobert. Wie lange es dauern wird, bis Geräte wie Lisa den Haushalt schmeißen können, sei schwer einzuschätzen, sagt Rettler. Ein paar Jahre werde es wohl noch dauern.

Mobile Roboter sollen Menschen assistieren

Am Stand nebenan läuft der Wettbewerb der Roboter, die in der Industrie eingesetzt werden. Gerade absolviert das Team der Uni Hannover seinen ersten Durchgang. Große Industrieroboter seien oft nicht sehr flexibel, erklärt die 26-jährige Marina Kollitz. Sie und ihr Team versuchen deswegen, mobilere Roboter zu entwickeln, die beispielsweise Gegenstände von Fließbändern heben und Menschen bei der Arbeit assistieren können.

Zum Service- oder Industrie-Roboter weiterentwickelt werden könnte auch der Roboter der Universität Bonn. Das von Robocup-Organisationschef Ansgar Bredenfeld als "besonders innovativ" bezeichnete Gerät ist für kein bestimmtes Gebiet gedacht. Mitentwickler Marcell Missura erklärt: Sie hätten einen Roboter entworfen, den man gut weiterentwickeln könne und für den es schnell Ersatzteile gebe.

Ein großer Anziehungspunkt für die Besucher: Der Stand der Rettungs-Roboter, von denen einige wie Bagger durch schwer zugängliches Gelände fahren können. Auf dem Messegelände kämpfen sie sich ihren Weg durch einen hindernisreichen Parcours. Dabei zeichnen sie zum Beispiel den Weg zu einer verschütteten Personen auf, um eine Rettungsaktion zu erleichtern.

Veranstaltet wurden die RoboCup German Open auf dem Messegelände in Magdeburg bereits zum fünften Mal. Und manch einer würde Roboter Lisa gern gleich mitnehmen. Doch da müssen sich die Besucher wohl noch ein paar Jahre gedulden.

Susann Lehmann/dpa/lgr/fln

insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
merapi22 05.04.2014
1. Im Jahr 2020 hat jeder seinen persönlichen Roboter!
Wie lang wird es noch dauern bis jeder seinen Roboter hat, der alles macht was Mensch nicht mag, wie putzen, kochen, aufräumen, arbeiten...? Wir werden unsere Avatare nach unseren Vorstellungen erschaffen, der Traumpartner wird dann Realität. Aber wer wird dann noch konsumieren, wenn im Jahr 2020 wie Rifkin es vorhergesagt hat, nur 20% aller heutigen Arbeitnehmer ausreichen, alle hochwertigen Güter und Dienstleistungen zu erbringen? Dann kommen wir um das bedingungslose Grundeinkommen nicht herum. Wir sind mitten in einer Umwälzung, die die industrielle Revolution bei weiten übertrifft. Durch die ersten Mechanisierungsschübe verloren Millionen von Menschen ihre Jobs in der Landwirtschaft wo 1900 noch 80% beschäftigt waren, heute sind es weniger als 2%! Die Computer, Informationstechnik und Robotik von heute macht immer mehr Menschen ganz überflüssig. Wir vollziehen gerade einen Wandel hin zu einem Markt, der zum allergrößten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert. Heute werden nur noch zehn Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Fabriken gebraucht. Bis 2020 werden es weltweit nur noch zwei Prozent sein. Die soziale und kulturelle Entwicklung hinkt der technischen Entwicklung auf Jahrzehnte hinterher. Der heutige Niedriglohnsektor ist eine gigantische Konjunkturbremse! Wenn in 10 Jahren nur noch 10% aller heutigen AN ausreichen, alle hochwertigen Güter und Dienstleistungen zu erbringen, wer soll diese dann konsumieren? Arbeit wird zum Hobby, die Zukunft für alle viel besser und phantastischer als sich das die kühnsten Optimisten vorzustellen vermögen! Bald hat jeder seinen persönlichen Roboter, der alles macht was man nicht mag: Putzen, Einkaufen, Aufräumen, Arbeiten…, er wird unsere Lehrer, Arzt, Berater, er wird bald über alles Wissen der Menschheit verfügen und entwickelt dies weiter – technische Singularität, wie man die evolutionsbedingten menschlichen Schwächen: Gier, Geiz, Neid, Hass überwindet! Das BGE wird jährlich an die wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst! Da durch das BGE die Nachfragekrise überwunden wird, die wirtschaftliche Abwärts- in eine Aufwärtsspirale gewendet wird, steigt der Betrag stetig. Über Jahre wird er auf 2000 - 3000 - 5000 - 10.000 - 20.000 Euro/Globo angehoben, bis Geld und Geldbesitz sinnlos werden! Die Ressourcenbasierende Wirtschaft das monetäre geldbasierende System ablöst. Wer etwas braucht, nimmt es sich und gibt es zurück, wenn man es nicht mehr braucht!
TheBear 05.04.2014
2. Roboter für den Alltag?
Zitat von sysopAPSie spielen Fußball, retten Menschen und lächeln dabei: Bei einer Robotermeisterschaften in Magdeburg ließen Schüler und Studenten ihre Maschinen aufeinander los. Die Besten fahren zur WM. http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/robotermeisterschaft-schueler-und-studenten-treten-in-sachsen-anhalt-an-a-962646.html
Mich interessiert vor allem, ab wann es Roboter gibt, die einem (schwere) Sachen die Treppe hoch (und runter) tragen können, ohne selber runter zu purzeln.
peter-mueller-68 05.04.2014
3. Alle lieben Roboter?
Kurz und knapp ist der Artikel geworden. Mich haette ein wenig mehr von dem Drumherum interessiert. Woher kommen die Teilnehmer, was sind das fuer Menschen, die solche Maschinen bauen? Ist die Veranstaltung offen oder geschlossen oder gar mit Elektrozaeunen und Bewaffneten geschuetzt wie die Roboterfabriken der Autoindustrie?
david-39 05.04.2014
4. Genau!
Zitat von merapi22Wie lang wird es noch dauern bis jeder seinen Roboter hat, der alles macht was Mensch nicht mag, wie putzen, kochen, aufräumen, arbeiten...? Wir werden unsere Avatare nach unseren Vorstellungen erschaffen, der Traumpartner wird dann Realität. Aber wer wird dann noch konsumieren, wenn im Jahr 2020 wie Rifkin es vorhergesagt hat, nur 20% aller heutigen Arbeitnehmer ausreichen, alle hochwertigen Güter und Dienstleistungen zu erbringen? Dann kommen wir um das bedingungslose Grundeinkommen nicht herum. Wir sind mitten in einer Umwälzung, die die industrielle Revolution bei weiten übertrifft. Durch die ersten Mechanisierungsschübe verloren Millionen von Menschen ihre Jobs in der Landwirtschaft wo 1900 noch 80% beschäftigt waren, heute sind es weniger als 2%! Die Computer, Informationstechnik und Robotik von heute macht immer mehr Menschen ganz überflüssig. Wir vollziehen gerade einen Wandel hin zu einem Markt, der zum allergrößten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert. Heute werden nur noch zehn Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Fabriken gebraucht. Bis 2020 werden es weltweit nur noch zwei Prozent sein. Die soziale und kulturelle Entwicklung hinkt der technischen Entwicklung auf Jahrzehnte hinterher. Der heutige Niedriglohnsektor ist eine gigantische Konjunkturbremse! Wenn in 10 Jahren nur noch 10% aller heutigen AN ausreichen, alle hochwertigen Güter und Dienstleistungen zu erbringen, wer soll diese dann konsumieren? Arbeit wird zum Hobby, die Zukunft für alle viel besser und phantastischer als sich das die kühnsten Optimisten vorzustellen vermögen! Bald hat jeder seinen persönlichen Roboter, der alles macht was man nicht mag: Putzen, Einkaufen, Aufräumen, Arbeiten…, er wird unsere Lehrer, Arzt, Berater, er wird bald über alles Wissen der Menschheit verfügen und entwickelt dies weiter – technische Singularität, wie man die evolutionsbedingten menschlichen Schwächen: Gier, Geiz, Neid, Hass überwindet! Das BGE wird jährlich an die wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst! Da durch das BGE die Nachfragekrise überwunden wird, die wirtschaftliche Abwärts- in eine Aufwärtsspirale gewendet wird, steigt der Betrag stetig. Über Jahre wird er auf 2000 - 3000 - 5000 - 10.000 - 20.000 Euro/Globo angehoben, bis Geld und Geldbesitz sinnlos werden! Die Ressourcenbasierende Wirtschaft das monetäre geldbasierende System ablöst. Wer etwas braucht, nimmt es sich und gibt es zurück, wenn man es nicht mehr braucht!
Sehr guter Beitrag! Leider haben das weder Politiker noch Bürger begriffen. Die Umwälzungen, die hier stattfinden müssen, sind gigantisch. Ich bezweifle zwar, dass das "End of Work" schon 2020 stattfindet, aber sehr viel länger wird e nicht dauern. Was man noch länger brauchen wird sind Entwickler und Wartungsarbeiter und zwar so lange, bis sich die Maschinen selbst bauen, optimieren und warten können. Wir sollten vor allem die Versorgung mit Strom, Wasser und Nahrungsmitteln dezentralisieren um jeglichen Katastrophen besser stand halten zu können. Ein fieser Sonnensturm und wir dürfen wieder Pferdekarren und Handpumpen nutzen. Der Mensch denkt höchstens eine Generation vorraus, wenn überhaupt.
voliant 06.04.2014
5. nein
ich will keine maschinen, keine die heute schon in autos vorhanden sind, und von denen der fahrer denkt, er kann es der maschine überlassen, was zu tun ist. ich will keine maschinen...oder denkende roboter - was an sich schon widersinnig ist - die aus mir dank ihrer programierung weniger machen als ein individuum. und ich will auch nicht wider eine diskusion haben, in der halbwesen aus künstlicher befruchtung,von einer vollgeschlechtlich gezeugten person herabgewürdigt werden. wobei nicht einmal feststeht, das dieses "vollgeschlechtlich" erzeugte wesen, auch in dieser form genetisch so gewollt war. als erzeugniss der reproduktion jedenfalls ist es ein paradebeispiel für die launen der natur aber..... programmierer schaffen programme, und die folgen letzlich ihrem code. und da ein code immer von einem menschen erschaffen werden muß, damit eine maschiene auch nur einen "finger" rührt, steht fest, das sich ohne den mensch nichts machen lässt. der erste der sich selbst reproduzierende maschienen erschaft, ist der totengräber der menschheit vielleicht verleihen diesem dann die maschienen den nobelpreis für das gelungenste experiment in der.. ja was eigentlich ?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.