Waffenverliebte US-Studenten Ein Colt für jeden Uni-Tag

Nie ohne meine versteckte Knarre: Eine amerikanische Studenteninitiative setzt sich dafür ein, dass ihre Kommilitonen an jeder Uni des Landes ihre Schusswaffe  mit auf den Campus bringen dürfen. Sie nennen sich "Students for Concealed Carry", ihr Motto: Hast du kein Eisen, bist du wehrlos.

Waffenhändler in Texas: Mit der Knarre auf den Campus
Corbis

Waffenhändler in Texas: Mit der Knarre auf den Campus


Ein Sudoku-Heft fürs langweilige Methodik-Seminar, Schokoriegel für die Nachtschicht mit der Lerngruppe und eine Knarre für den Fall, dass jemand zwischen Mensa und Hörsaal das Feuer eröffnet: Wenn es nach der amerikanischen Studenteninitiative SCC geht, könnte so bald das typische Gepäck ihrer Kommilitonen aussehen. SCC will durchsetzen, dass Studenten künftig auf jedem Campus in den USA Waffen bei sich tragen dürfen, um sich im Falle eines Amoklaufs besser verteidigen zu können.

Die Initiatoren sind sich sicher, dass dies potentielle Gewalttäter auch viel effektiver abschrecken würde. "Wenn Sie ein Verbrechen begehen wollen - greifen Sie dann nicht auch lieber dort an, wo keiner außer Ihnen eine Waffe dabeihat?", fragt SCC-Sprecher David Burnett. Mehr Pistolen und Revolver, glaubt er, machten den Campus "nicht gefährlicher, sondern sicherer".

Schon feiern die Lobbyisten Erfolge: Texas erlaubte bereits Anfang vorigen Jahres das Tragen einer Waffe auf dem Uni-Campus, und Anfang März erst gab der Oberste Gerichtshof von Colorado den Studenten recht und hob das Waffenverbot für die University of Colorado auf. Auch in Oregon erging ein solches Urteil, weitere Bundesstaaten verhandeln derzeit über den Antrag von SCC.



insgesamt 204 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hansmaus 10.05.2012
1. hmm
Also mir ist bewusst das es in Deutschland keine nüchterne und Sachliche Betrachtung zum Thema "Waffen" geben kann und auch nicht gewollt ist. Schönes Beispiel sind die Medien die nicht von Waffenbesitzern sondern von Waffennarren sprechen. Nüchtern gesehen passiert mit legalen Waffen ganz selten etwas (siehe Amokläufe in Erfurt und winennden) die absolute Masse an Verbrechen mit Schusswaffen wird mit illegal beschafften Waffen getätigt (z.b. NSU, RAF etc.). Noch bemerkenswerter finde ich das es nach den Amokläufen ernsthaft Forderungen gab und gibt sachen wie Paintball oder Computerspiele zu verbieten da gleitet jegliche Diskussion ins lächerliche ab. Man kann(!) sich über die USA aufregen das jeder eine Waffe kaufen kann aber man sollte sich mal bewusst machen wie armseelig hier zu lande über das Thema "diskuttiert" wird. Stimmungsmache und Propaganda aber sachlichkeit? Fehlanzeige! Man kann auch einmal über den Tellerand schauen z.B. in die Schweiz dort ist es einfacher eine Waffe zu bekommen als einen Führerschein und...oh wunder...die Schweiz hat pro Kopf weniger Mordfälle als Deutschland. Waffen per se als gefährlich hin zu stellen halte ich für schlicht gelogen und dient nur dazu Stimmung zu machen. Mich würde es freuen wenn Deutschland endlich mal in der Lage wäre über solche Theman zu Diskuttieren und nicht dieses lächerliche Spielchen abzieht wie es Momentan der Stand ist.
Promethium 10.05.2012
2.
Das macht zur Abwehr von Amokläufen doch durchaus Sinn.
stefanbodensee 10.05.2012
3. Patrone statt Hirnzelle ?
In Bezug auf Waffen ist diese Nation definitiv sowas von krank im Kopf, das wird wohl keiner in anderen Ländern verstehen können ... Mann Mann Mann
kabian 10.05.2012
4. Förderung der Wirtschaft
Zitat von PromethiumDas macht zur Abwehr von Amokläufen doch durchaus Sinn.
Klar, da jeder eine Waffe sehr leicht kaufen kann. Wenn konsequent Waffen verboten wären, bräuchte auch keiner Held in der Schule zu spielen. Entweder konsequent "Frieden schaffen, ohne Waffen", oder konsequent "wildWest".
murphy0911 10.05.2012
5. Ja, Waffen für alle!
Ich stimme mit "hansmaus" absolut überein. Wir hier in Deutschland sollten auf jeden Fall wieder eine offene Diskusion über Waffe führen. Ich würde mich auch viel sicherer fühlen, wenn jeder eine Pistole bei sich hätte um im Fall der Fälle effektiv eingreifen zu können. Waffen geben Sicherheit, je mehr desto besser. Man sollte das auch nicht nur auf Pistolen beschränken, ich finde das das Recht auf den Besitz von Schnellfeuergewehren im Grundgesetz verankert werden sollte. Das würde auch die Polizei entlasten. Häusliche Gewalt? Kein Problem, statt die Cops zu rufen bläste Mamma ihrem gewalttätigen Eheman einfach den Schädel weg. Ladendeibstahl? Nicht lange überlegen, wer klaut ist Freiwild. Alle Kunden die davon Zeuge werden, raus mit der Uzi und dann dem Justizsystem die Arbeit erspart. Ach was wäre das doch schön! Mobbing auf dem Schulhof, ohne Konsequenzen! Das Opfer kann zwar versuchen in einer Kurzschlussreaktion seine (legale) Waffe zu ziehen aber weit kommt der ja nicht, alle anderen sind schneller und das Problem löst sich in Wohlgefallen auf. Aber das wird wohl wunschdenken bleiben, da wir Deutschen leider nicht in der Lage sind eine vernünftige Diskussion über solche Themen zu führen. Immer nur das bescheuerte Blabla von wegen zivilisierte Gesellschaft braucht keine Waffen und so. Echt nich, da ziehe ich leiber in die USA, dort ist es auch viel sicherer. Hat ja jeder ne Knarre.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© UniSPIEGEL 2/2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.