Sex and the University Jurastudenten gehen besonders oft fremd

Angehende Anwälte nehmen es offenbar nicht ganz so genau mit der Treue. Aachener Studenten sind mit ihrem Sexleben dagegen am zufriedensten. Das fand die Studie "Sex an der Uni 2001" heraus.


Sex and the University: Deutschlands Jurastudenten gehen oft fremd
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Sex and the University: Deutschlands Jurastudenten gehen oft fremd

Jurastudenten gehen nach einer Umfrage besonders häufig fremd. Jeder Zehnte sagt von sich, dass er seinen Partner betrügt. Spaß an Seitensprüngen haben offenbar auch angehende Mediziner, Psychologen und Sozialwissenschaftler. Das ergab eine Studie, die das Münchner Magazin "Playboy" bei der HMF Hübsch Marketingforschung in Hamburg in Auftrag gegeben hatte. 2159 Studenten an 15 deutschen Universitäten wurden befragt.

Am häufigsten sagen Frankfurter Studenten von sich, ihre Partner oft zu hintergehen. Die sexuell aktivsten Hochschüler sind die angehenden Ärzte: Über vier Prozent behaupten von sich, jeden Tag Sex zu haben. Ebenfalls besonders eifrig sind Informatiker und Germanisten.

Studenten der TU Berlin besonders unerfahren

Den Spitzenplatz bei der Anzahl der Partner belegen dagegen die Informatiker, will die Studie herausgefunden haben: Jeder Fünfzigste sagt von sich, in den letzten zwölf Monaten mehr als zwanzig Liebhaber gehabt zu haben. Das äußern auch drei Prozent aller Bochumer Studenten. Unerfahrenheit prägt dagegen die Studenten an der TU Berlin: 8,5 Prozent hatten laut Umfrage noch niemals Geschlechtsverkehr.

Die größte sexuelle Zufriedenheit herrscht an der Uni Aachen, am unzufriedensten zeigen sich dagegen Kölner Studenten, behauptet die Befragung. Während zwei von fünf Aachenern ihr Sexleben mit der Schulnote 1 bewerten, tun dies nur 3 von 20 ihrer Kölner Kommilitonen.

One-Night-Stands sind offenbar unter Studenten in Mainz, Leipzig und München besonders beliebt.

Sex mit Dozenten aus Kalkül?

Rund acht Prozent aller Studenten gaben zudem an, mit einem Dozenten intim gewesen zu sein. Nach Aussagen der Umfrage ist diese Tendenz bei Frankfurter Studentinnen besonders ausgeprägt: 25 Prozent hatten schon ein einmaliges sexuelles Abenteuer mit einer Lehrkraft. Dabei haben bundesweit die angehenden Ärztinnen offenbar die größte Neigung zu derlei Intimitäten. Dahinter steckt aber nur bei einem Viertel die Suche nach Vorteilen im Studium: Die große Mehrheit gab an, aus Liebe oder sexueller Anziehung mit einem Dozenten geschlafen zu haben.

Die Studie will zudem herausgefunden haben, dass künftige Anwälte und Richter unter Deutschlands Studenten als besonders attraktiv gelten. Erotisch finden die Studenten auch ihre Kommilitonen in den Fächern Medizin und Wirtschaft. Am wenigsten schlägt das Attraktivitätsbarometer dagegen bei Historikern und Anglisten aus, sagt die Befragung.



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