Statistisches Bundesamt Jeder zweite Gasthörer ist 60 Jahre oder älter

Die Zahl der Gasthörer an deutschen Unis ist leicht gestiegen. Die meisten gehören zur Generation der Großeltern - und haben ein Lieblingsfach.

Seniorenstudenten und Gasthörer an der Leibniz-Universität in Hannover im Jahr 2015
Benjamin Westhoff/ DPA

Seniorenstudenten und Gasthörer an der Leibniz-Universität in Hannover im Jahr 2015


Reinsetzen und zuhören: Im Wintersemester 2018/2019 haben rund 37.000 Gasthörerinnen und Gasthörer Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen besucht. Das waren rund zwei Prozent mehr als im Wintersemester zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Insgesamt stieg die Zahl der deutschen Gasthörerinnen und Gasthörer demnach um vier Prozent auf 33.400, während die Zahl der ausländischen Gaststudierenden um 13 Prozent auf 4.000 zurückging.

Gasthörer und Gasthörerinnen können auch ohne Abitur an einzelnen Kursen oder Vorlesungen an Hochschulen und Universitäten teilnehmen. In der Regel dürfen sie weder Prüfungen schreiben, noch erhalten sie einen offiziellen Abschluss.

Häufig haben Gasthörer einen allgemeinen Zugang zu Lehrveranstaltungen und können sich in einzelnen Wissensgebieten weiterbilden. Soweit sie die Wahl haben, war im Wintersemester 2018/2019 das Fach Geschichte am beliebtesten, gefolgt von Wirtschaftswissenschaften und Philosophie, heißt es in der Mitteilung des Statistischen Bundesamtes.

In Deutschland gibt es knapp drei Millionen offiziell eingeschriebene Studierende, ein Bruchteil von ihnen, etwas mehr als ein Prozentpunkt, sind Gasthörer. Unter ihnen waren zuletzt mehr Frauen und der Altersschnitt war etwas höher als im Wintersemester zuvor: Rund 48 Prozent der Gasthörerinnen sind Frauen, das Durchschnittsalter beträgt etwas mehr als 52 Jahre. Jeder zweite Gasthörer ist 60 Jahre oder älter.

faq/dpa



insgesamt 18 Beiträge
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Yoroshii 14.06.2019
1. Ein schönes Foto!
Es müssen nicht die Kinder sein - Müssen muss überhaupt nicht sein! Man muss auch nicht auf die Straße, wenn Schule ist. Bei uns darf man in die Schule gehen und in die Uni - es gibt Gegenden auf diesem Planeten, da ist das gar nicht möglich. Hier aber soll der Freitag der Zukunft helfen. Good old Friday! Schaut euch die Damen und Herren auf diesem Foto an - es sind Damen und Herren! Wer Herr seiner selbst sein will, will wissen wollen und das Wissen ermöglicht das Verstehen! Die Sprachideologen haben zwar "liebe Soldaten und Soldaten durchgesetzt oder liebe Kollegen und Kollegen" aber noch nicht: DAME seiner selbst sein! Menschen, die Bildungsangebote schwänzen oder nicht annehmen wollen, helfen diesem Planeten nicht weiter. Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten es schallt so aus dem Wald, wie man hineinruft. Junge Leute werden nur dann gute Lehrer werden wollen, wenn die Bedingungen im Erziehungswesen nicht mehr so schlimm sind. Fegt sie hinweg - die Reformer von Reformen der Reformen. Schaut das Foto an!
chrismuc2011 14.06.2019
2.
Ich möchte nicht wissen, wieviele dieser Damen und Herren noch gerne arbeiten würden, aber als Ü50 plötzlich ohne Arbeit dastanden. Um nicht zu verblöden lernen sie lieber weiter. Was für eine Verschwendung von Wissen und Erfahrung heutzutage!
sans_words 14.06.2019
3. Probleme mit dem Korrektschreib
"Rund 48 Prozent der Gasthörerinnen sind Frauen" Tja, das hat man nun von der Gender-Sprachverbesserung. Man weiß nicht mehr, wie man einen Sacherverhalt korrekt ausdrücken soll. Gemeint ist wohl, dass 48 % der Gasthörenden Frauen sind. Von den GasthörerINNEN sind jedoch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit 100 % Frauen.
futrakun 14.06.2019
4. Zu nr 3 sans _word
Klasse Kommentar.So ist das,wenn man die meisten Deutschlehrer von Hecken und Zäunen auflist.Erst Jahre später sieht man die Entwicklung oder besser gesagt die Fehlentwicklungen.Moderne Globaliwelten lassen grüßen?Hauptsache,dass man sich in denglisch oder einigermassen deutsch sprechend verständlich machen kann.Klar:"komm du mich nach hause" versteh ich immer noch,nur korrekt deutsch ists halt nicht.Ganz zu Schweigen von einigen Forenteilnehmern im Spiegel seit langem,früher gabs dafür : setzen- 6. Anmerkung: ich bin ein Analogman-hab Freigang vom Museum jeden Tag 2 Stunden.Übrigens die Erde ist auch analog.
hexenbesen.65 14.06.2019
5.
warum sollte ich nicht Gasthöhrer sein bei einem Vortrag, dessen Thema mich intressiert ? ob nu "Stricken im Dunkeln" oder "das Liebesleben der Afrikanischen Waldameise"...die VHS trägt heute nicht mehr viel bei zur Weiterbildung. Da sind Kurse (vorträge) an der Uni willkommen. Würde ich auch machen, wenn ich später mal zeit habe und Rentner bin...da muss ich aber noch ein paar Jährchen warten.. Meine Tochter studiert und hat mir mal auszüge aus den Vorlesungen, die dort gehalten werden, mitgebracht. Sehr intressant. Und wenn dann der Druck wegfällt, eine Prüfung ablegen zu müssen, "lernt" es sich gleich viel entspannter.
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