2,85 Millionen In Deutschland gibt es so viele Studenten wie noch nie

Jahr für Jahr neue Rekorde: Die Zahl der Studenten in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor. Allerdings dürfte sich der Trend bald umkehren.
Studenten an der TU München (Archiv)

Studenten an der TU München (Archiv)

Foto: Peter Kneffel/ picture alliance / dpa

Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Im laufenden Wintersemester sind rund 2,85 Millionen Menschen an deutschen Hochschulen eingeschrieben, teilte das Statistische Bundesamt  mit. Dies waren 40.800 oder 1,5 Prozent mehr als im Semester 2016/2017.

Fast zwei Drittel (62,7 Prozent) der Studenten waren an Universitäten eingeschrieben. Auf Fachhochschulen entfiel ein Anteil von rund einem Drittel (34,5 Prozent). An Verwaltungsfachhochschulen lag die Quote bei 1,5 Prozent, an Kunsthochschulen bei 1,3 Prozent.

Zum Vergleich: 1996 zählten die Statistiker nur rund 1,8 Millionen Studenten in Deutschland, im Jahr 2006 waren es knapp unter zwei Millionen.

Weniger Erstsemester

Die Zahl der Studienanfänger ging im Studienjahr 2017, zu dem das Sommersemester und das Wintersemester gezählt werden, allerdings zurück. Sie sank im Vergleich zum Vorjahr minimal um 0,1 Prozent auf 509.400. Dabei gab es an den Universitäten einen Rückgang von 1,6 Prozent und an den Kunsthochschulen von 1,2 Prozent. An Fachhochschulen gab es dagegen ein Plus von 0,6 Prozent und an Verwaltungsfachhochschulen sogar von 24,9 Prozent.

Im Vorjahr stagnierte die Zahl der Studienanfänger bereits. Wenn der Trend anhält, müsste die Zahl der Studierenden also bald wieder leicht rückläufig sein.

Unterschiede in den Bundesländern

Die meisten Studenten gibt es zurzeit in Nordrhein-Westfalen. Hier studieren knapp 770.000 junge Menschen. An zweiter Stelle steht Bayern mit gut 390.000 Studierenden, gefolgt von Baden-Württemberg mit gut 363.000.

Schlusslicht ist das Saarland mit rund 31.000 Studierenden, gefolgt von Bremen und Mecklenburg-Vorpommern mit je gut 37.000 beziehungsweise 39.000 Studierenden.

Den größten Zuwachs verzeichnet Hamburg mit einem Plus von 6,2 Prozent auf nun gut 107.000 Studierende. Schleswig-Holstein und Hessen haben einen Zuwachs von je 3,9 Prozent zu verbuchen auf nun rund 62.000 respektive 260.000 Studierende.

Starke Einbrüche gab es hingegen in Thüringen, hier sank die Zahl der Studierenden um 1,5 Prozent auf nun knapp 50.000. Weitere Rückgänge gab es mit je 0,8 Prozentpunkten in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt (gut 54.000 Studierende).

sun/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.