Studentenfutter Ausgerechnet Bananen

Freunde nennen die WG "Foodcamp". Zwei Kölner Studenten füllen süße Stückchen in Südfrüchte. Schokoriegel-Hack in Bananen - ein Dessert, so kreativ, einfach und gut, dass es diesmal den UniSPIEGEL-Kochwettbewerb gewonnen hat. Weiter gesucht: kreative Rezepte. Wer hat die besten Ideen?


Die WG: Tom Sterken, 24, ist an der Uni Köln im Fachbereich Sonderpädagogik eingeschrieben. Julius Schneider, 25, studiert Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln. Aber seine Leidenschaft gehört dem Essen, er wollte sogar mal Koch werden.

Daher weiß der gebürtige Düsseldorfer jetzt schon, dass seine Master-Arbeit sich weniger mit Sportwissenschaft beschäftigen wird als mit Ernährung - auch wenn das Snickers-Dessert nicht gerade die Gesundheitsgebote asketischer Fitness-Apologeten erfüllt. Tom Sterken teilt Schneiders Hingabe ans Kulinarische. So kam es, dass Freunde die WG liebevoll "Foodcamp" nennen, sie treffen sich dort zum Kochen und Schlemmen.

"Chilis baue ich in meinem Zimmer an", sagt Schneider. "Das funktioniert wunderbar." Sogar Würste haben die beiden Freunde schon hergestellt. "Blutwurst, Leberwurst, Bratwurst, Weißwurst", zählt Sterken auf. "Damit haben wir erst aufgehört, als wir den zweiten Fleischwolf geschrottet hatten."

Snickersbanane

Zutaten für vier Personen:

4 Bananen
3 Snickers
Vanilleeis

Zubereitungszeit: 15 min

So geht's: Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die ungeschälten Bananen auf die Seite legen und der Länge nach einschneiden. Den Spalt mit dem Daumen etwas auseinanderdrücken. Jetzt die Snickers-Riegel kleinhacken und in den Spalt drücken. Die Banane will prall gefüllt werden. Die genudelte Frucht für etwa zehn Minuten in den Ofen geben. Am Ende muss die Füllung geschmolzen sein und goldglänzend karamellisieren. Auf einen Teller legen und mit Vanilleeis servieren. Die Banane kann jetzt wunderbar ausgelöffelt werden.

Der SPIEGEL-Kantinenchef Alfred Freeman, Spitzenkoch und Jurymitglied, fand die Bananen-Idee so gewitzt, dass er mit Nachdruck dafür plädierte, sie zu prämieren - zunächst gegen den Widerstand der Redakteure in der Auswahlkommission, die der engen Vorstellung anhingen, dass nur ein Hauptgericht preiswürdig sei.


Der Wettbewerb läuft weiter! Die Details gibt es unter www.unispiegel.de/studentenfutter. Rezepte bitte schicken an: studentenfutter@unispiegel.de



© UniSPIEGEL 2/2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.