Studentenjobs Geld zurück vom Fiskus

Hochschüler, die ihre Finanzen durch Jobben aufbessern, können sich am Jahresende einen Teil der Abgaben von Vater Staat zurückholen.


Erst ab einem Jahreseinkommen von 20.303 Mark und 99 Pfennig langt der Fiskus bei Ledigen und Kinderlosen zu. Dann sind Lohn- und Kirchensteuer und der Solidaritätsbeitrag fällig. Wer weniger verdient - und das trifft auf die meisten jobbenden Studenten zu - bekommt die Abgaben nach Ablauf des laufendes Jahres wieder zurück. Darauf hat der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen hingewiesen. Bei der Lohnsteuerabrechnung durch den Arbeitgeber werde nämlich unterstellt, dass der Arbeitslohn über das ganze Jahr bezogen wird. Studenten krempeln aber meist nur während der Semesterferien die Ärmel hoch und päppeln ihren Lebensunterhalt auf. Die Einkommensgrenze, ab der die Lohnsteuer einbehalten wird, erreichen die wenigsten.

Um die Steuern vom Staat wieder zurückzuerhalten, müssen sich Jobber ihre Lohnsteuerkarte aushändigen lassen und bis zum Jahresende aufbewahren. Dann wartet lästiger Papierkram: Die Studenten müssen nämlich erst einmal einen Antrag auf "Veranlagung zur Einkommensteuer" ausfüllen. Die Formulare gibt es bei den Finanzämtern. Wer dann seine Lohnsteuererklärung abgibt, kann sich auf einen Nachschlag in Sachen Geld freuen.

Vorsicht bei Großverdienern

Allerdings, so der BdSt, müssten Studenten darauf achten, dass ihre Einkünfte auch Auswirkungen auf die Steuerlast der Eltern haben können. Verdient der Nachwuchs in einem Jahr mehr als 14.040 Mark, können die Eltern Kindergeld, Haushaltsfreibetrag, Kinderzulage und weitere Vergünstigungen einbüßen.

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